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Tauschschrank und Ratgeber: Nachhaltigkeit in Remscheid wird leicht gemacht

Nachhaltiger Konsum fängt schon damit an, möglichst beim Einkauf auf Plastik zu verzichten: Darauf weisen Barbara Reul-Nocke, Lydia Schwertner und Frank Frisch (v.l.) bei der Ausstellungseröffnung im Ämterhaus hin.
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Nachhaltiger Konsum fängt schon damit an, möglichst beim Einkauf auf Plastik zu verzichten: Darauf weisen Barbara Reul-Nocke, Lydia Schwertner und Frank Frisch (v.l.) bei der Ausstellungseröffnung im Ämterhaus hin.
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Ausstellung gibt Interessierten viele Alltagstipps im Ämterhaus - um Umwelt, Natur und Ressourcen zu schonen.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Wer in den kommenden Wochen das Ämterhaus an der Elberfelder Straße besucht, kann anderen Menschen mit einer Sammeltasse, einem Nostalgie-Glas oder einem sonstigen Dachstuhlfund, der eigentlich im Müll landen soll, eine Freude bereiten. Ein Tauschschrank steht dazu bereit. Daneben befindet sich eine Box, in der sich alte Handys entsorgen lassen.

Zudem gibt es Informationen über den Lebensmitteleinkauf, der sich regional und saisonal orientieren sollte. Dies sind nur drei Beispiele für die Ausstellung „Einfach machen! Ideen für nachhaltigen Konsum“, mit der die Verbraucherzentrale gemeinsam mit der Stadt Remscheid das Bewusstsein für ökologische Belange schärfen will.

In sechs Themenbereichen gibt es Informationen darüber, wie Otto Normalverbraucher durch das eigene Verhalten dazu beitragen kann, Umwelt, Natur und Ressourcen zu schonen. Auf viel Text wurde bei der Wanderausstellung verzichtet, die von der Verbraucherzentrale NRW konzipiert wurde. „Sie ist überschaubar gestaltet“, erklärt Lydia Schwertner, Leiterin der Remscheider Beratungsstelle, die bei der Ausstellung mit Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke und Frank Frisch, Abteilungsleiter im Umweltamt, zusammenarbeitete. Denn es galt, passende Räumlichkeiten für die Präsentation zu finden, mit der sich nun im Ämterhaus die Wartezeit auf einen Termin überbrücken lässt.

So funktioniert Nachhaltigkeit in Remscheid

Wer will, kann aber auch ausschließlich für einen Besuch der Ausstellung ins Dienstleistungszentrum kommen. „Sie richtet sich unter anderem an Schulklassen und ist für Kinder ab zwölf Jahre geeignet“, berichtet Frank Frisch, der sich darüber freuen würde, wenn sich ebenso Eltern oder Großeltern mit dem Nachwuchs Tipps für den Alltag abholen würden.

Tipps zu Bekleidung, Stromsparen und Lebensmitteln

Die Ratschläge sind vielfältig. Da wäre zum Beispiel das Thema Bekleidung. Muss es denn wirklich das 16. weiße T-Shirt sein? Können Bekleidungsstücke nicht auch mal getauscht werden? Lassen sich alte Textilien verwerten - zum Beispiel als Putzlappen? All diese Fragen und Anregungen können die Besucher mit aus dem Ämterhaus nehmen. „Es geht hier um ganz praktische Hinweise“, erklärt Lydia Schwertner. Zum Beispiel beim Stromsparen. „So manche ältere Lampe zapft Strom ab, selbst wenn sie ausgeschaltet ist“, berichtet Frank Frisch, der empfiehlt, den Stecker zu ziehen oder einen Doppelstecker zu verwenden, bei dem die Stromzufuhr per Knopfdruck beendet wird.

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Mehr Informationen über diese und andere Aspekte können Interessierte in schriftlicher Form mit nach Hause nehmen. Denn an den einzelnen Ausstellungspunkten gibt es nützliche Broschüren - etwa mit dem Schwerpunkt Ernährung, wobei auf die Besucher ein Jahresplaner mit saisonalen Gerichten wartet. „Die schönste Jahreszeit ist doch, wenn es zeitgleich Spargel und Erdbeeren gibt“, erklärt Barbara Reul-Nocke, die rät, auf Produkte aus der Region zurückzugreifen.

Obst und Gemüse sollten keine weiten Reisen zurücklegen müssen. Nützliche Tipps enthält auch der Saison-Kalender „Heimisches Obst und Gemüse“, in dem aufgezeigt wird, wann es welches Freilandprodukt gibt: Äpfel zum Beispiel von August bis Oktober, Aprikosen im Juli und August, Erdbeeren von Juni bis September.

Bis zum 21. Juli sind diese und andere Ratgeber zu haben. Dann endet die Ausstellung im Ämterhaus, die Barbara Reul-Nocke Interessierten ans Herz legt. „Wir wissen, dass die Menschheit mehr Ressourcen verbraucht, als die Welt bereitstellt und dürfen nicht so weitermachen“, erklärt sie „Es gibt nur die eine Erde, um unseren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken.“

Öffnungszeiten

Wer sich für die Ausstellung „Einfach machen! Ideen für nachhaltigen Konsum“ interessiert, sollte folgende Zeiten beachten. Das Ämterhaus, Elberfelder Straße 32 bis 36, ist geöffnet: montags 7.30 bis 13 Uhr, dienstags 7.30 bis 17.30 Uhr, mittwochs 7.30 bis 13 Uhr, donnerstags 7.30 bis 16 Uhr sowie freitags 7.30 bis 12 Uhr. Bis zum 21. Juli sind dabei auch diverse Ratgeber erhältlich - zum Beispiel rund um den PC. „Daten sicher löschen - Altgeräte recyceln“ lautet der Titel einer Broschüre.

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