Tanz-Performer ziehen durchs Dorf

„Tanzt.jetzt“-Ensemble bei einem Kurzauftritt in der Gertenbachstraße in Lüttringhausen. Foto: Roland Keusch
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„Tanzt.jetzt“-Ensemble bei einem Kurzauftritt in der Gertenbachstraße in Lüttringhausen.

Ensemble tourte durch Lüttringhausen

Von Stefanie Arens-Licciardi

Spanisch-südamerikanische Klänge erschallten auf dem verwilderten Grundstück neben Hausnummer 4 in der Gertenbachstraße. Der junge Musiker vertiefte sich in sein Gitarrenspiel, nur unterbrochen von vorbeifahrenden Autos oder Gesprächsfetzen vorbeigehender Anwohner. Aus dem hohen Gras erschienen zu seinem Spiel vier Hände und zwei Füße. Drei Tänzer bezogen ihre Umgebung in ihre Performance ein, als sei das Grundstück eine Bühne. Zum Auftakt des Festival-Wochenendes des „tanzt.jetzt!“-Ensembles luden Initiatorin Joy Kammin und ihr Team zu einer tänzerisch-musikalischen Tour durch Lüttringhausens Altstadt ein.

In ihrer Heimatstadt will die international tätige Tänzerin und Performerin ein Signal setzen. „Ich bin Lüttringhauserin und möchte hier den zeitgenössischen Tanz im Rahmen der Workshops und des Wochenendes den Menschen näherbringen“, erzählt Joy Kammin. So brachte Kammin acht Mitstreiter mit zur tänzerisch-akustischen Tour durch Lüttringhausen.

Erste Station war die Heimatbühne. Wo sonst Platt gekallt und herzhaft geflucht und gelacht wird, herrschte spätsommerliche Stille. Die junge Tänzerin in der Bühnenmitte bewegte sich mal dynamisch, mal langsam zu den Geräuschen, die das Publikum in das bereitgestellte Mikrofon sprach. Klatschen, Schlüsselgerassel, Pfeifen, Singen, selbst eine musikalische Kurzdarbietung von Sommerhits, gekonnt bezogen die Darsteller ihre Umgebung und Umwelt in ihre Performance ein. Rund zehn Minuten dauerten die Beiträge aus zeitgenössischen Tanzelementen, musikalischer Begleitung und einem Hauch Theater an den Stationen in und um die Altstadt.

„Ich möchte hier den Menschen zeitgenössischen Tanz näherbringen.“

Joy Kammin

So bezog das Ensemble Orte wie die Evangelische Stadtkirche, den Friedhof oder freie Grundstücke ein und verschmolz in ihrer Kunst Außergewöhnliches und Alltägliches. „Spannend“ und „was völlig Neues“ lauteten die meistgehörten Publikumsurteile. „Dass die Veranstaltung draußen stattfindet, ist für uns ein Pluspunkt“, erzählt eine Besucherin. „Auch die schönen und fließenden Bewegungen, der Ausdruck im Tanz gefallen mir sehr.“

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