Tanz-Performance will Stadt beleben

Kunstvoll positionierten sich die Tänzer der Soli-Cuts Urban auf der Steinstatue an der Konrad-Adenauer-Straße. Foto: Michael Schütz
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Kunstvoll positionierten sich die Tänzer der Soli-Cuts Urban auf der Steinstatue an der Konrad-Adenauer-Straße.

Soli-Cuts Urban zeigt Leerstand auf

Von Valeria Schulte-Niermann

Zehn bunt gekleidete Menschen rannten und tanzten gestern durch die Innenstadt. „Was ist denn hier los“, fragten sich einige Passanten in der Alleestraße. Die Tänzerinnen und Tänzer der Gruppe Soli-Cuts Urban waren los. Sie zeigten eine Performance, die so ähnlich am Mittwoch um 15 Uhr wiederholt wird.

Erst Samstag haben sich die zehn Tänzer das erste Mal gesehen. Die künstlerische Leiterin Thusnelda Mercy von der Kompanie merighi | mercy hatte die Folkwang-Studenten und Profis zusammengeführt. „Wir hatten eine sehr schöne Zusammenarbeit und den gleichen Kommunikationslevel“, sagte die Wuppertalerin und ehemalige Tänzerin des Pina- Bausch-Ensembles.

An der Steinstatue in der Konrad-Adenauer-Straße begegneten sich die grün, blau, gelb oder grün gekleideten Tänzer. Langsam und mit fließenden Bewegungen kletterten sie auf die Säulen. Rennend ging es durch die Scharffstraße zur Alleestraße. Die Bänke mit den Metallfiguren waren die zweite Station, an der ein kleines geplantes, aber auch improvisiertes Stück aufgeführt wurde. Anfangs langsame Bewegungen wurden immer schneller. Zwei junge Frauen blieben die ganze Zeit sitzen, während die Künstler um sie sprangen. „Die Tänzer reagieren darauf, was die Menschen tun und die Bürger werden integriert“, erklärte Mercy. So sollten auch Menschen Kunst erfahren, die sonst wenig Kontaktpunkte damit haben.

Orientiert hat sich Mercy an den Gegebenheiten der Stadt. So wollten die Tänzer eine Litfaßsäule wegschieben und jeder von ihnen positionierte sich an einem Baum. „Dass wir zehn Bäume für zehn Tänzer haben, ist natürlich perfekt“, freute sich Mercy. Aus Bewegungsvorschlägen der Tänzer hatte sie eine Choreo zusammen gestellt, die schließlich asynchron aufgeführt wurde.

Sie wolle die Städte wieder beleben, sagte Mercy, „letztes Jahr haben wir so gelitten.“ Viele Leerstände seien entstanden. In einem endete die halbstündige Performance. Als ob sie ausbrechen wollten, bewegten sich die Tänzer durch den Raum und blieben letztlich ganz still am Fensterglas stehen – mit leerem Blick nach draußen in die Ferne.

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