Lüttringhausen

Tannenhof-Parkplatz ermöglicht Radweg

Im Bereich der Stiftung Tannenhof parken entlang der Remscheider Straße zahlreiche Autos – und stehen einem Radweg im Weg.
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Im Bereich der Stiftung Tannenhof parken entlang der Remscheider Straße zahlreiche Autos – und stehen einem Radweg im Weg.

SPD und Grüne wollen Lüttringhausen attraktiver für Radler machen

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das Radwege-Netz in Remscheid wächst, wenn auch nur langsam. Lüttringhausen allerdings fühlt sich von dieser Entwicklung etwas abgehängt, wie Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser (SPD) jüngst im Gespräch mit dem RGA bekannte. Für den Radweg nach Lennep gebe es noch nicht einmal eine endgültige Streckenführung. Und auch wie es auf zwei Rädern Richtung Innenstadt gehen könnte, sei noch nicht klar.

Eine mögliche Lösung wäre ein Radweg entlang der Remscheider Straße. Ein entsprechender Antrag von SPD und Grüne, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden sollte, diese Möglichkeit zu prüfen, stand bei der letzten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen auf der Tagesordnung. Wurde dann aber auf Wunsch der CDU vertagt. Man habe noch Beratungsbedarf, sagt Susanne Pütz, Sprecherin ihrer Fraktion in der BV.

Der Bau eines Radweges oder die Markierung eines Schutzstreifens entlang der Remscheider Straße wäre vermutlich nur möglich, wenn im Umfeld des Tannenhofes und des Adolf-Clarenbach-Hauses, also auf dem Teil der Straße, der dem Lüttringhauser Ortskern am nächsten liegt, umfangreiche Parkverbote eingerichtet würden.

Denn bisher parken dort zahlreiche Autos. 2011 hatte die Stadt die Möglichkeit geschaffen, mit zwei Rädern auf dem Gehweg zu parken. Und die wird seither viel und gerne genutzt, augenscheinlich überwiegend von Besuchern und Mitarbeitern der Stiftung Tannenhof.

Die psychiatrische Fachklinik hat längst ihren Beitrag zu einer Lösung des Problems geleistet. Mitte November eröffnete die Stiftung einen neuen Parkplatz am östlichen Ende ihres Geländes, rund 1,2 Millionen Euro wurden dafür investiert. Rund 180 Autos finden nun dort Platz, rund 500 auf dem gesamten Gelände. Auch für die Kfz von Mitarbeitern, die für einen Parkplatz pro Monat nur 20 Euro zahlen sollen.

Das wollen SPD und Grüne nun nutzen. In ihrem Antrag heißt es: „Nachdem auf dem Gelände des Tannenhofes nun Parkplätze für die Mitarbeiter*innen errichtet wurden, scheint sich die Parksituation zu entspannen. Das könnte die Einrichtung von Schutzstreifen vereinfachen.“

Neben dem Radweg an der Remscheider Straße wollen die beiden Parteien noch eine weitere Veränderung fürs Radfahren im Dorp: Die Stadt solle „in der Lüttringhauser Altstadt und ihren Zufahrten Maßnahmen ergreifen, die entsprechend dem Radverkehrskonzept Fahrten für Fahrradfahrer*innen entgegen der Einbahnstraßen erlauben“, heißt es in dem Antrag weiter.

Die Einbahnstraßenregelungen in der Altstadt seien ein großes Hindernis für Radfahrer, schreiben sie zur Begründung: „Um in die Altstadt zu gelangen, müssen Sie Umwege an stark befahrenen Straßen in Kauf nehmen.“ Würde man die Fahrt entgegen der Einbahnstraße erlauben, mache das den Ortskern auch für Tagestouristen attraktiver.

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