Berufsorientierung

Talentschmiede verabschiedet sich

Waltraud Bodenstedt, Wolfgang Zöller, Stefan Flüs, Ina Garweg (hinten v. l.) an der Dachdecker-Station. Foto: Doro Siewert
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Waltraud Bodenstedt, Wolfgang Zöller, Stefan Flüs, Ina Garweg (hinten v. l.) an der Dachdecker-Station.

Handwerker stellten noch einmal ihre Berufe vor. Berufsorientierungsprojekt endet nun.

Von Sabine Naber

Remscheid. Die Talentschmiede hat am Dienstag in und vor der Gelben Villa zum letzten Mal stattgefunden: Das Berufsorientierungsprojekt ermöglichte Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse, sich vor den Praktika in Handwerksberufen auszuprobieren. Jetzt endet das Projekt zum 31. März. „Das Land legt den Fokus ab dann auf den Primarbereich“, erklärt Waltraud Bodenstedt von der WiR – und macht deutlich, dass sie diese Entwicklung sorgenvoll beobachtet. Denn wie es weitergeht, wisse man noch nicht.

An zwei Tagen zeigten Handwerker an 25 Stationen noch einmal typische Tätigkeiten ihrer Berufe. Am Stand eines Dachdeckerbetriebes war ein Stück Steilwand aufgebaut, das mit Dachziegeln eingedeckt werden sollte.

„Die Stationen werden nacheinander durchlaufen und anhand von Selbstreflexionsfragebögen von den Schülerinnen und Schülern anschließend bewertet. In einem Abschlussgespräch bespricht man dann die Ergebnisse“, fasst Diana Mucha, die Projektleiterin von Kompazz, zu dem das Projekt Talentschmiede gehört, zusammen.

Bodenstedt kritisiert die Informationspolitik und generell die Entscheidung, das Projekt nun nicht mehr zu verlängern. „Hier ist gute Arbeit geleistet worden. Und was jetzt in diesem Format passiert, wissen wir noch nicht. Man hat uns versichert, dass der Bereich aufgefangen wird. Aber jetzt erfahren wir, dass es hier endet“, sagt die Politikerin.

Wolfgang Zöller stellt klar: Schulsozialarbeit ist überall nötig

„Wer bei uns in den letzten drei Monaten versucht hat, Folgetermine zu bekommen, der weiß es“, erklärt Wolfgang Zöller von der Kraftstation. Und erklärt, dass jetzt zunächst bis zum 31. Juli 2023 der Fokus auf dem Primar- statt auf dem Sekundarbereich liegen wird. „Die Schulsozialarbeit hat sich umgestellt, wird in die Grundschulen verlegt. Im Januar ging diese Information durch den Schul- und den Jugendhilfeausschuss, im Hauptausschuss wurde die neue Regelung dann beschlossen.“ Die Schulsozialarbeit stehe rechtlich jedem Schüler zu. Und in allen Schulformen und Stadtteilen sei sie nötig.

Das Projekt Kompazz existiert seit 2011, die Talentschmiede bekam durch eine Förderung der Aktion Mensch 2015 einen Schub. „Sie fand schnell Anklang bei der Kreishandwerkerschaft. Gemeinsam wurden Stationen entwickelt“, blickt Zöller zurück.

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