Rundgang

Tafeln zeigen Geschichte von Häusern in Platz

Heimatforscherin Barabara Rodler (vorne) mit (v. l.): W. Jürgen Ackermann, Ernst Günter Söhnchen, Peter und Ulrike Tscharntke und Andrea Jakob-Pannier am „Ibach-Gut“. Foto: Roland Keusch
+
Heimatforscherin Barabara Rodler (vorne) mit (v. l.): W. Jürgen Ackermann, Ernst Günter Söhnchen, Peter und Ulrike Tscharntke und Andrea Jakob-Pannier am „Ibach-Gut“. Foto: Roland Keusch

Heimatforscherin Barbara Rodler trugt die Informationen zusammen.

Von Sabine Naber

Alt-Remscheid. Acht neue Hinweistafeln machen in der verwinkelten Ortschaft Platz auf die Geschichte der Wohnhäuser aufmerksam. Am Mittwochnachmittag hatte der Verein „Hasten für Hasten“ zu einem Rundgang eingeladen, dem sich Peter Tscharntke von der NRW Stiftung auf Einladung des Vereinsvorsitzenden Jürgen Ackermann anschloss.

Zusammengetragen hatte Heimatforscherin Barbara Rodler die Informationen. Sie kennt jedes Haus in der Ortschaft und hatte auch schon die ersten Tafeln beschriftet, die von den Hämmern und Eisenerzhütten erzählen. Ernst Günter Söhnchen hatte die Tafeln angebracht.

Erste Station war das „Ibach-Gut“. Es gehört zu den ältesten Gebäuden. „Das langgestreckte Fachwerkhaus versteckt sich mit seinen schwarzen Balken und weißen Gefachen im Grün des Gartens“, so steht es auf der Tafel geschrieben. Und: Das sichtbare Fachwerk verrate drei Bauabschnitte. Im Keller gibt es einen verfüllten Brunnen. Das östliche Drittel des Hauses erstreckt sich über einer ehemaligen Schmiede – der Schmiedeherd ist noch vorhanden. Ernst Schmidt ist als letzter Betreiber der Gesenkschmiede verzeichnet.

Weiter geht es zum Bertram-Häusken. Einst gehörte das zweistöckige, in Ständerbauweise errichtete Fachwerkhaus dem Hammerwerkbesitzer Johann Wilhelm Bertram. 1759 erwarben seine Tochter Maria Gertrud und ihr Ehemann Peter Berger das Gebäude mitsamt weiteren Bertram-Immobilien. Dazu gehörten auch die nördlich im Tal liegenden Wasserhämmer.

Eine Tafel gibt Überblick über alle Häuser der Ortschaft

Etwas Besonderes ist das Steinhaus mit der Hausnummer 53. Mit Blick auf die umliegenden Fachwerkhäuser ist es mit seinen dicken Bruchsteinmauern ein wehrhafter Bau. „Seine ursprüngliche Funktion ist noch nicht erforscht. Das gibt uns heute große Rätsel auf. Denn man fragt sich, warum gerade hier ein solcher Bau entstanden ist“, sagt Rodler. Vier Maueranker mit der Zahl 1725 in der Giebelwand könnten eventuell das Erbauungsjahr angeben. Als 1926 das Haus an den Hammerschmied August Rottsieper überging, wirkte in der Schmiede hinter dem Haus der Feilenschmied Altenpohl.

Auf einer Übersichtstafel, die am Ortseingang auf einer Mauer installiert wurde, sind alle Häuser der Ortschaft verzeichnet. Dort ist zu lesen, wann die Wohnbebauung in Platz begonnen hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Führerscheine gibt es nur nach Priorität
Führerscheine gibt es nur nach Priorität
Führerscheine gibt es nur nach Priorität
„Vereinigte Hüttenwerke“ verschwinden am Remscheider Rathaus
„Vereinigte Hüttenwerke“ verschwinden am Remscheider Rathaus
„Vereinigte Hüttenwerke“ verschwinden am Remscheider Rathaus
Elektroschrott für Schulen zu gefährlich
Elektroschrott für Schulen zu gefährlich
Elektroschrott für Schulen zu gefährlich
Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai
Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai
Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai

Kommentare