Bühne

Tänzerinnen verzaubern ihr junges Publikum

Rund 110 kleine und große Tänzerinnen und Tänzer hatten ihren Auftritt im ausverkauften Teo Otto Theater. Anmutig und nahezu mühelos brachten sie das Ballett-Märchen auf die Bühne.
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Rund 110 kleine und große Tänzerinnen und Tänzer hatten ihren Auftritt im ausverkauften Teo Otto Theater. Anmutig und nahezu mühelos brachten sie das Ballett-Märchen auf die Bühne.

Christoph Spengler und Michèle Bialon erzählen mit Musikern und 110 Darstellerinnen ihre eigene Geschichte vom Nussknacker.

Von Sabine Naber

In die bezaubernde Märchenwelt des Nussknackers entführten am Samstagabend das Remscheider Tanz-Studio B. unter Michèle Bialon und die Kammerphilharmonie Europa unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler ihre Gäste im ausverkauften Teo Otto Theater. Nach über drei Jahren Corona-Verzug hatte das außergewöhnliche Projekt endlich doch noch seinen Weg auf die Bühne geschafft.

Und es gelang den rund 110 kleinen und großen Tänzerinnen und Tänzern schnell, ihr überwiegend junges Publikum zu verzaubern. Mit Choreographien so anmutig, scheinbar mühelos und nahezu professionell dargeboten, dass es ein Genuss war, ihnen zuzusehen und dabei die wunderbare Musik, die Pjotr Iljitsch Tschaikowsky komponiert hatte, zu verinnerlichen.

Die Rollen schienen wie auf den Leib geschneidert

1892 wurde Alexandre Dumas' Version des Märchens erstmalig vertont und Tschaikowsky gelang es, eines der wohl bekanntesten und beliebtesten Ballettstücke überhaupt zu schaffen. Ein Ballett, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert.

Der rote Vorhang im Teo Otto Theater war noch geschlossen, als das Orchester mit der Ouvertüre die wesentlichen Elemente der Handlung musikalisch vorstellte. Dann erzählte Michèle Bialon ihre Version des Märchens vom Nussknacker und jeder Balletttänzerin und jedem Tänzer schien die Rolle auf den Leib geschneidert zu sein.

Die Zeit, in die uns diese Musik zurückversetzt, ist etwa die Mitte des 19. Jahrhunderts. Zwei Mädchen ziehen einen Holzschlitten ins schon festlich geschmückte Weihnachtszimmer der Villa Silberhaus. Dann geben Klara (Lea Pimentel) und ihre Patentante Drosselmina (Josefine Löhde) dem Tannenbaum mit Kugeln und goldenen Bändern den letzten Schliff, platzieren die Pakete unter dem Baum. In weißen Kleidern und dazu passendem Haarschmuck ist Spitzentanz zu sehen, bevor Schellen erklingen und ein Schwarm von Kindern die Bühne erobert. Und auch die Jüngsten tanzen schon so beschwingt und gekonnt, dass es immer wieder Szenenapplaus gibt.

Pakete werden ausgepackt und Klara bekommt ihren Nussknacker. Ist glücklich und schwebt zu seinen Ehren wie im Traum über die Bühne. Bis die Turmuhr zwölfmal schlägt und die Musik immer bedrohlicher klingt. Eine schwarz gekleidete Mäusebande will nicht nur Süßes, sondern auch den Nussknacker erobern. Eine wilde Jagd beginnt, die Musik erklingt immer schneller. Die Spielzeugsoldaten in schwarz-glitzernder Uniform sind erwacht und verteidigen erfolgreich Klara und ihren Nussknacker. Schneeflocken rieseln herab, viele Tänzerinnen tanzen auf den Punkt genau zur Musik des Schneewalzers, heben Klara in ihre Mitte. Traumhaft schön setzt das Tanzensemble die märchenhaften Szenen in grazile Bewegungen um. Wieder gibt es begeisterten Szenenapplaus.

Beim Finale wollte derApplaus gar nicht enden

Im zweiten Akt erwacht Klara im Reich der Zuckerfee, die von Jasmin Fazel glänzend getanzt wird. Musik wie aus fernen Ländern erklingt, lässt immer mehr Gäste erscheinen, die in wunderschönen Tanzszenen das Ballett-Märchen erzählen.

Und kaum waren die letzten Töne verklungen, da hielt es niemanden auf seinem Sitz. Der Applaus wollte nicht enden, als sich im Finale alle Tänzerinnen und Tänzer, sowie Michèle Bialon und Christoph Spengler - der seinem Orchester von der Bühne aus applaudierte – verbeugten.

Demnächst

Im Teo Otto Theater geht es am 17. Januar um 19.30 Uhr weiter mit der zukunftsweisenden Komödie „Fehler im System“. Zu Gast ist dann das Schlossparktheater Berlin.

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