Lennep

Szene-Künstler erhalten Graffiti-Wand an der Trecknase

Steht vor dem Abschluss: Die Graffiti-Wand hat an der Balkantrasse bei Streckenkilometer 14,15 einen Standort gefunden.Foto:Roland Keusch
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Steht vor dem Abschluss: Die Graffiti-Wand hat an der Balkantrasse bei Streckenkilometer 14,15 einen Standort gefunden.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Idee des Jugendrates wird umgesetzt – Einweihung an der Balkantrasse soll im Frühsommer stattfinden.

Remscheid. Im 8. Jugendrat (2018 bis 2020) wurde die Idee einer legalen Graffiti-Wand geboren. Belinda Tillmanns hat das Projekt hartnäckig weiterverfolgt. Jetzt steht es vor dem Abschluss. An der Trecknase wird die „Wall of Fame“ eingerichtet. Sehr zur Freude der 18-jährigen Sophie-Scholl-Schülerin, die selbst sprayt und hofft, dass dies ein Schritt aus der Stigmatisierung ist, in der sich Graffiti vielfach noch befindet.

Die Wand zum Sprayen, die zur künstlerischen Erprobung und Gestaltung ganzjährig genutzt werden soll, liegt an einer Unterführung entlang der Balkantrasse, Ecke Trecknase und Tenter Weg, unterhalb der Bundesstraße. Mit der Betonwand hofft der Jugendrat, die Sprayer-Szene zu binden. „Die Tendenz ist, dass diese in die umliegenden Städte abwandert, denn Remscheid bietet bisher keine legalen Möglichkeiten für Graffiti an“, heißt es einer Vorlage für den Jugendrat, der Dienstag letztmalig in alter Konstellation tagte.

In Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendförderung der Stadt wurden zur Realisierung Mittel aus dem Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ für 2021/2022 beantragt. Ein Teilprojekt wurde bereits bewilligt und befindet sich in der Umsetzung. Mit den Malerarbeiten wurde im Dezember 2021 begonnen.

Im Mai sollen sie zu Ende gebracht werden. Eine kleine Eröffnung der „Wall of Fame“ ist für den Frühsommer angedacht. Im Frühherbst soll es ein größeres öffentliches Event geben. Das erste Motiv auf dem Beton soll dem Jugendrat gewidmet sein. Aus dem Landesbudget „Aufholen nach Corona“ sollen danach weitere Mittel generiert werden, die eine dauerhafte Etablierung der Wand ermöglichen. Vor Ort soll eine große Mülltonne installiert werden, Sitz- und Ablagegelegenheiten für Graffiti-Maler geschaffen werden.

Um den geselligen und künstlerischen Ort im öffentlichen Raum abzurunden, sollen Optionen für die abendliche Beleuchtung mit den städtischen Betrieben ausgelotet werden. Jugendrat und Sprayer-Szene halten es darüber hinaus für sinnvoll, dass die daneben befindliche kleinere Wand, die auch bereits genutzt wird, aber nicht Straßen.NRW gehört, legalisiert wird.

Damit sich die Graffiti-Wand positiv bei Jugendlichen und Anwohnern etabliert, soll ein Künstler das Projekt begleiten. Dazu wurden Vorgespräche mit einem Remscheider Graffiti-Künstler geführt. Die Begleitung beinhaltet, dass regelmäßig vor Ort nach dem Rechten geschaut wird und die an Graffiti interessierten Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Motive Hilfe bekommen.

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