Konzert

„Symphonic Floyd“ kommt in die Westfalenhalle

Großes Kino: Die Coverband Green spielt „Symphonic Floyd“ in der Dortmunder Westfalenhalle 1. Foto: Green
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Großes Kino: Die Coverband Green spielt „Symphonic Floyd“ in der Dortmunder Westfalenhalle 1.
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    VonAndreas Weber
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Zwei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Termin betritt Milla Kapolke am 7. Mai 2022 die große Bühne zum Rockspektakel mit Green

Dortmund. Über 2200 Karten sind schon verkauft, aber die Westfalenhalle 1 verträgt noch deutlich mehr. Green sind mit ihrem Programm „Symphonic Floyd“ bereit für einen weiteren großen Abend im Dortmunder Kulturtempel. Am 7. Mai 2022 steigt die nächste Gala mit den Hagener Kultrockern um ihren Kopf Milla Kapolke. Der ehemalige Lehrer der Waldorfschule in Bergisch Born musste seinen Ruhestand bislang weitgehend im Corona-Stillstand erleben und freut sich nun auf ein herausragendes Ereignis, das eigentlich im Mai 2020 hätte stattfinden sollen.

„Symphonic Floyd“, eine dreieinhalbstündige Verneigung vor den britischen Prog-Rock-Legenden Pink Floyd wurde zu Beginn der Pandemie um zwei Jahre von Veranstalter Fred Handwerker verlegt. Im Nachhinein eine weitsichtige Entscheidung, findet Milla Kapolke. „Den Termin direkt ins Jahr 2022 zu schieben, war schlau, weil wir diesen Samstag im Frühjahr in der Westfalenhalle sonst wohl nicht mehr bekommen hätten. Denn nächstes Jahr gehen alle Top-Acts nach der Zwangspause wieder auf große Tournee und schlagen sich um die Hallen.“

Milla Kapolke, früher als Bassist und Sänger mit Grobschnitt unterwegs, weiß um die Besonderheit des Projektes. Im Hagener Stadttheater wurde „Symphonic Floyd“ nach 2017 achtmal vor ausverkauftem Haus aufgeführt, danach 2019 einmal in der Westfalenhalle. „Für uns ist es jedes Mal eine Premiere, weil wir mit dem Programm nicht touren.“ Green besteht aus Ex-Grobschnitt und Extrabreit-Musikern, die seit 40 Jahren als loses Hagener All-Star-Ensemble ab und an Fremdmaterial covern.

„Für uns ist es jedes Mal eine Premiere.“

Milla Kapolke, Green

Mit „Symphonic Floyd“ drehen sie ein riesiges Rad. Um das von Pink Floyd früher selten aufgeführte Marathonstück „Atom heart mother“ haben die Westfalen eine opulente Setliste ausgewählt, die alle Klassiker von „Dark side of the moon“, „Wish you were here“ und „Meddle“ beinhaltet. Wer „Symphonic Floyd“ schon gesehen hat, bekommt bei der Neuauflage noch mehr geboten als beim letzten Mal. Zwei Titel von „The Wall“ sollen noch zusätzlich eingebaut werden, verspricht Kapolke.

Mit seinen 69 Jahren ist er der Älteste im zehnköpfigen Frontensemble, zu dem Trommler Rolf Möller und Gitarrist Bubi Hönig von Extrabreit zählen. Mit dabei auch Kapolkes Jugendfreund und Grobschnitt-Mitstreiter Deva Tattva (Keyboards), Kapolkes Ehefrau Mudita (Percussion), Saxofonist Michi Rolke sowie Söhne und Töchter der Protagonisten. Und mit Lea Bergen eine Solo-Sängerin, die gerade bei „The great gig in the sky“ ihre Stimme dramatisch in die Höhe schraubt. Dahinter wächst das Bühnenpersonal auf eine Hundertschaft. Hinter Green steht das 44-köpfige Philharmonische Orchester Hagen, ein 20-köpfiger Opern - und ein 20-köpfiger Kinderchor, geleitet von Dirigent Steffen Müller-Gabriel.

Mehr als 27 Jahre nachdem Pink Floyd ihr letztes Konzert zum Abschluss der „Division-Bell-Tour“ gaben, zählt Green zu den zahlreichen Tribute-Bands, die sich dem Erbe der Rockgiganten widmen. Mit „Symphonic Floyd“ und dem Fokus auf „Atom heart mother“ besitzen sie allerdings ein Alleinstellungsmerkmal. Die Show kommt als symphonisches Spektakel, untermalt mit Licht- und Videoeffekten, die zwar nicht das Original toppen, aber den Besuchern das Gefühl vermitteln, etwas Großem beizuwohnen.

Eifrig wird derweil geprobt für die Westfalenhalle. Green trifft sich regelmäßig in der Rockranch in Hagen-Vorhalle, um sich vorzubereiten. Milla Kapolke muss man nach Monaten der häuslichen Isolation in seinem Landhaus in Hückeswagen nicht bitten: „Ich bin immer noch begeistert von Pink Floyd. Ich liebe diese Musik und bekomme beim Spielen nicht genug davon.“

Tickets

Karten für „Symphonic Floyd“ in der Dortmunder Westfalenhalle 1 am Samstag, 7. Mai (20 Uhr) 2022 kosten – gestaffelt nach vier Kategorien – 64, 58,50, 52,50 und 48 Euro:

www.myticket.de

www.eventim.de

www.westfalenhallen.de

Präsentiert wird die Show von Green, bestehend aus Mitgliedern der Kultbands Extrabreit und Ex-Grobschnitt, Philharmonischem Orchester Hagen, Opern- und Kinderchor.

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