Zum selber Pflücken

Die süße „Korona“ lockt aufs Erdbeerfeld

Familie Scheven und Familie Wittenberg haben das gute Wetter gestern genutzt und eifrig Erdbeeren in Bergisch Born gepflückt. Natürlich wanderte dabei auch die eine oder andere süße Beere direkt in den Mund. . .  Foto: Doro Siewert
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Familie Scheven und Familie Wittenberg haben das gute Wetter genutzt und eifrig Erdbeeren in Bergisch Born gepflückt. Natürlich wanderte dabei auch die eine oder andere süße Beere direkt in den Mund. . .
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In Bergisch Born darf ab sofort wieder selbst gepflückt werden – das Kilo kostet 4,20 Euro.

Von Melissa Wienzek

Lennep. Die Lenneper sind als lustiges Völkchen bekannt. Schließlich richten sie jedes Jahr den Rosenmontagszug aus. Aber dies ist kein Scherz: Die neue Sorte auf dem Erdbeerfeld in Bergisch Born heißt „Korona“. Und die ist ein ganz schön süßes Früchtchen. Einzige Nebenwirkung von „Korona“: Sie macht süchtig.

Ab sofort hat Familie Michels aus Ennepetal wieder ihr Erdbeerfeld an der Borner Straße zum Selberpflücken geöffnet. Gerhard Michels (50) und sein zehnköpfiges Team haben Felder in Lennep, Halver und Ennepetal. Seit 35 Jahren schon macht der Landwirt „in Erdbeeren“. Im Folgenden klären wir die wichtigsten Fragen.

Die Saison ist gestartet. Sind denn überhaupt genug Erdbeeren da?

„Es sind nicht so viele Beeren da wie sonst, das Feld ist ein bisschen kleiner“, sagt Gerhard Michels. Dennoch tummeln sich auf 30 000 Quadratmetern etwa 90 000 Pflanzen. Diese sind nun zwei Jahre alt. „Ich hatte versucht, neu zu pflanzen, das ist aber leider nichts geworden“, sagt der Landwirt. Problem: Den Beeren fehlt Wasser. „Damit hätte ich im Bergischen, das als Regenloch bekannt ist, nie gerechnet.“ Künstliche Wässerung ist nicht drin. In den nächsten Tagen soll es jedoch regnen – ein Segen für Wälder und Felder. „Auch eine Woche Regen macht den Erdbeeren nichts aus“, erklärt Michels. „Danach schmecken sie sogar noch besser.“

Wann hat das Erdbeerfeld geöffnet?

Täglich von 8.30 Uhr bis 19 Uhr – wenn noch genug Erdbeeren da sind. Momentan haben andere Felder im Umkreis schon wieder geschlossen: Es ist alles abgegrast. Sollte es stark regnen, bleibt das Erdbeerfeld in Bergisch Born zu. Drei bis vier Wochen dauert in der Regel die Selber-Pflück-Ernte-Saison.

Was kosten die Erdbeeren?

Wer selbst Hand anlegt, zahlt derzeit 4,20 Euro pro Kilo. Demnächst werden auch bereits gepflückte Beeren an der Bude zum Verkauf angeboten. Der Preis wird dann zwischen 5,50 und 7 Euro pro Kilo liegen. Behälter können selbst mitgebracht werden. Zur Not gibt es am Erdbeerhäuschen aber auch ein Körbchen für 1 Euro.

Welche Sorten gibt es in Lennep?

„Da Royal“, „Da Select“ und die besagte „Korona“. „Das ist eine ganz alte Sorte, relativ klein, die gut schmeckt“, erklärt der Erdbeerexperte. Die Sorten seien nicht so lange haltbar. „Wir legen aber mehr Wert auf den Geschmack.“ So genießt der Chef seine Erdbeeren am liebsten mit Vanillesoße.

Wie lange sind die Früchte haltbar?

Je nach Wetterlage ein bis vier Tage, meint Michels. Sein Tipp: Die süßen Früchtchen am besten im Kühlschrank lagern.

Gibt es Auflagen wegen Corona?

An der Bude herrscht Mundschutzpflicht, auf dem Feld nicht. Es gibt einen getrennten Ein- und Ausgang. Die Waage steht draußen vor dem Häuschen. Die Hobby-Pflücker können die Erdbeeren dort selbst wiegen. Abstand halten dürfte auf dem 30 000-Quadratmeter-Feld zudem kein Problem sein.

facebook.com/Erdbeerhof58256

Rezept-Tipp: Feine Erdbeerschnitten

Isabel Bornefeld vom Ex-Hausfrauenbund empfiehlt feine Erdbeerschnitten:

Zutaten für 20 Stück:

4 Eier, 100 gr Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker, 1 TL geriebene Zitrone, 1 Prise Salz, 70 gr Mehl, 50 gr Speisestärke, 1 TL Backpulver, 800 gr Erdbeeren, 80 gr Puderzucker, 5 Blatt Gelatine, 300 gr Sahne

Zubereitung: Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen, Eier trennen, Eiweiße steif schlagen. In einer zweiten Schüssel Eigelbe, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz schaumig schlagen, Mehl, Stärke und Backpulver unterrühren. Eischnee unterheben, Masse auf das Blech streichen, 10 bis 12 Minuten backen. Erdbeeren putzen. Hälfte in einen Rührbecher geben, mit Puderzucker pürieren. Gelatine einweichen, ausdrücken, auflösen und unter das Püree rühren. Sahne steif schlagen. Sobald die Erdbeermasse geliert, Sahne und 2/3 der übrigen Beeren unterheben. Biskuit nach dem Abkühlen (drei Stunden) mit der Creme bestreichen und mit restlichen Beeren verzieren.

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