Sauberkeit

Aktion: Straßenmüll muss weg

Mit Pflastermalerei – hier eine Zigarettenkippe – gegen Müll: Marketingleiter Andreas Meike (v. r.) diskutiert hier mit Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke, Ordnungsamtschef Jürgen Beckmann sowie Horst Schwarzweller und Claudia Thysel vom Ordnungsdienst.
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Mit Pflastermalerei – hier eine Zigarettenkippe – gegen Müll: Marketingleiter Andreas Meike (v. r.) diskutiert hier mit Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke, Ordnungsamtschef Jürgen Beckmann sowie Horst Schwarzweller und Claudia Thysel vom Ordnungsdienst.

Marketing startet die Kampagne „Remscheid kann auch sauber“. Bürger sollen mehr Rücksicht nehmen.

Gerhard Schattat

Acht Tonnen Müll haben fleißige Remscheider allein bei der letzten Saubermachaktion „Piccobello“ aus allen möglichen Ecken herausgeholt. Schulen, Kitas, Interessengemeinschaften und engagierte Einzelpersonen machten Mitte März Front gegen den Unrat.

„Remscheid kann auch sauber – ganz bestimmt“, ist Andreas Meike vom Stadtmarketing überzeugt. Und geht in die Offensive. Am Donnerstag starteten Stadtmarketing und der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) eben genau die Aktion „Unser Remscheid kann auch sauber.“

Am Allee-Brunnen, am Remscheider Markt vor dem Lüttringhauser Rathaus sowie vor dem Lenneper Bahnhof haben Pflastermaler Müllszenen aufgebracht. Auf der Allee prangt jetzt die nächsten Tage eine großformatige Zigarettenkippe – wenn sie vielleicht auch nicht unbedingt gleich auf Anhieb zu erkennen ist. An anderen Stellen wurde eine Bananenschale aufgebracht, Kaugummis und Hundedreck.

Andreas Meike zu den Pflasterbildern: „Sie führen uns Remscheiderinnen und Remscheidern vor, dass Müll in Straßenecken und auf Waldwegen nicht nur unschön aussieht, sondern auch eklig ist.“ Die Kreide hält sich je nach Wetterlage nur ein bis zwei Wochen auf den Oberflächen.

Mülleimer ist nur rund fünf Meter entfernt

Auf der Alleestraße haben die Leute vom Stadtmarketing weggeworfene Kaugummis markiert und gleich daneben aufgeschrieben, wie weit entfernt der nächste Mülleimer ist.

In der Regel sind es in der City nicht viel mehr als fünf Meter. Meikes Team hat gleich auch noch Kippen, Abfall und Hundedreck mit pinkfarbener Schlämmkreide markiert. Auch die verschwindet im Laufe der Zeit. Wahrscheinlich nicht verschwinden werden etwa die Kaugummis, die auf den Platten der Alleestraße kleben. Bei der Stadtverwaltung weiß man, dass in einigen Bereichen Remscheids bis zu 25 Kaugummis auf einem Quadratmeter Boden haften. Es kostet im Schnitt einen Euro, ein Kaugummi zu entfernen.

Auf den Straßen kommen 37 Tonnen Abfall zusammen

Mittlerweile sei dem Problem aber mit Reinigung nicht mehr Herr zu werden. Um Gehwege und Fußgängerbereiche zu reinigen, muss die Stadt 18 Mitarbeiter einsetzen. Sie haben allein im letzten Jahr rund 37 Tonnen Straßenmüll zusammengetragen.

Ab dem 11. Mai startet eine Plakatoffensive mit 40 City-Light-Postern, die beidseitig mit vier Plakatmotiven für mehr Sauberkeit im Stadtgebiet werben. Das Motto auch hier: „Unser Remscheid kann auch sauber.“Ab Ende Mai werden die Plakate außerdem in rund 100 Rahmen an Laternenmasten hängen. Finanziert wird das von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG), an der die Stadt Remscheid beteiligt ist.

MÜLLSTATISTIK

TRETMINEN

Laut Stadt entstehen allein durch 6000 angemeldete Hunde etwa 1200 Kilo Kot am Tag. Die Stadt beklagt, dass viele dieser „Tretminen“ genannten Hinterlassenschaften nicht nur auf Straßen und Wegen, sondern auch auf Spielplätzten und in Grünanlagen zu finden sind. Sie müssen konsequent entfernt werden.

Die Aktion soll zum Nachdenken anregen, den Müll gar nicht erst in die Umwelt zu bringen, sondern gleich korrekt zu entsorgen. Übrigens: Wer seinen Dreck einfach wegwirft, kann auch mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld belegt werden. Der Kommunale Ordnungsdienst, so Sachgebietsleiter Horst Schwarzweller, setzt aber eher auf Aufklärung.

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