Historisches Foto

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Wo ist das?

Das Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte den Bereich um die Adam-Stegerwald-Straße. Straßenfeste und Dachboden-Partys bleiben in Erinnerung.

Von Manuel Böhnke

Reinshagen. Kay Hellwig kam der Ausblick auf dem historischen Foto der vergangenen Woche sehr bekannt vor. „Seit 19 Jahren gucke ich aus dem Café Hellwig auf den gesuchten Ortsteil“, schrieb der Inhaber des Gastronomiebetriebs an der Wallburgstraße dem RGA. Wenig überraschend erkannte er deshalb richtig: Das Rätselbild zeigte Losenbüchel.

Freude bereitete die Aufnahme Helmut Schucht: „Von der Wallburgstraße hat man einen herrlichen Blick auf die Siedlung Losenbücheler Hang.“ Dabei handele es sich um eine typische bergische Neubausiedlung, von denen es in der Region einige gebe.

„Für die gute Stimmung sorgten Wein und Bowle.“

Wolfgang Palenga über die Feiern in der „Kolpingsiedlung“

Von der Wallburgstraße bietet sich ein toller Blick.

Die offizielle Bezeichnung ist Losenbücheler Hang für das Viertel allerdings nicht. Im Vordergrund des Bildes ist vielmehr die Adam-Stegerwald-Straße zu erkennen. „Im oberen Teil sieht man den Neubau der großen Wohnhäuser an der Losenbücheler Straße/Ecke Kolpingstraße“, erklärt Hans Werner Pott. Vorher habe sich an dieser Stelle das Werk 2 der Remscheider Firma Flott befunden.

Pott kennt den Bereich gut. Er selbst sei ganz in der Nähe an der Solinger Straße aufgewachsen, habe häufig in der Siedlung gespielt. Vor 50 Jahren kehrte er in die Gegend seiner Kindheit zurück: Er kaufte das letzte freie Grundstück an der Adam-Stegerwald-Straße und baute seiner Familie ein Haus. „Nachdem wir 43 Jahre dort gewohnt haben, haben meine Frau und ich das Haus dann verkauft, weil es für uns Zwei zu groß wurde“, berichtet Pott. Der Kontakt in die Siedlung sei aber noch heute gut, die Nachbarschaft immer toll gewesen. Vor allem an die gemeinsamen Straßenfeste denkt Pott gerne zurück.

Erinnerungen an rauschende Feiern in der „Kolpingsiedlung“ hat auch Wolfgang Palenga. Die Familie seines Vetters lebte dort. Auf dem Dachboden wurden mit der Clique unvergessliche Partys gefeiert. „Wir saßen auf Matratzen und tanzten auf engstem Raum. Für die gute Stimmung sorgten Wein und Bowle“, blickt Palenga zurück. Aus den Boxen erschallten unter anderem die Rolling Stones und die Beatles. Die Eltern konnten mit der internationalen Musik wenig anfangen. Wolfgang Palenga und seine Freunde fanden dafür umso mehr Gefallen daran: „Wir, die junge Generation, liebten sie. Hatte sie doch nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt erobert.“

Wer genau hinschaut, kann links am Horizont den Bismarckturm erkennen.

Persönliche Geschichten kann Heinz Jürgen Schmitz zum Rätselfoto zwar nicht beitragen. Dafür aber jede Menge Hintergrundwissen zur abgebildeten Gegend. „Es handelt sich um eine reine Arbeitersiedlung, die im schlichten Stil der 50er Jahren gehalten ist“, verrät er. Ihren Namen verdankt die Straße im Vordergrund dem Politiker Adam Stegerwald. Er lebte von 1874 bis 1945, wirkte unter anderem 20 Jahre lang als Gewerkschaftsführer. In der Weimarer Republik machte er sich zudem als Reichsverkehrs- und arbeitsminister verdient. Die Losenbücheler Straße ist wiederum nach der Familie Lose benannt, die Heinz Jürgen Schmitz zufolge um das Jahr 1800 herum dort ansässig war.

Es ist ein beeindruckender Blick, der sich nicht nur Kay Hellwig von der Wallburgstraße aus bietet. Fußgänger erhalten ihn, wenn sie in Richtung Reinshagener Friedhöfe unterwegs sind und nach rechts blicken, verrät Dieter Prill. Und wer ganz genau hinschaut, kann am Horizont sogar den Bismarckturm am Rande des Stadtparks erkennen.

Die richtige Lösung kannten auch Ulrich Hager und Brigitte Hugenbruch.

Das neue Rätselfoto

Diesmal sollte es nicht zu schwer sein, um zu erkennen, an welcher zentralen Stelle dieses Bild in den 60er Jahren entstanden ist. Schicken Sie uns die Lösung bis zum 5. November per E-Mail oder Post, gerne auch mit persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid; redaktion@rga-online.de.

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