Historisches Foto

Welchen Ort im Remscheider Süden suchen wir?

Das Fachwerkhaus im Vordergrund wurde abgerissen. Welchen Ort suchen wir?
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Das Fachwerkhaus im Vordergrund wurde abgerissen. Welchen Ort suchen wir?
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Das Rätselfoto vergangener Woche zeigte den Friedrich-Ebert-Platz im Jahr 1967. Welchen Ort suchen wir diese Mal?

Von Andreas Weber

Remscheid. „Na klar, ins Auge springt sofort die Straßenbahn, die damals noch fuhr“, teilt uns Tim Bergmann mit. Richtige Antwort des Fotorätsels: der Friedrich-Ebert-Platz im Jahr 1967. Bergmann kombinierte treffsicher: Das Bild mit dem Verkehrsgewusel muss vor dem 10. April 1969 aufgenommen worden sein, dem Tag, an dem die „Lektrische“ mit Sonderfahrten auf der Linie 3 (Hasten - Ehringhausen) unter großem Anteil der Bevölkerung stillgelegt wurde. Schwer war die Lösung nicht. „Den zentralen Verkehrsknotenpunkt kennt jeder“, meint Thorsten Wolff.

Vorne Busse und Straßenbahn, im Hintergrund Commerzbank und Böker-Villa.

In seiner ausführlichen Antwort geht Wolff neben dem kleinen Verwaltungsgebäude der Stadtwerke, das 1983 abgerissen und durch ein größeres Gebäude auf dem Platz ersetzt wurde, auch auf die umliegenden Gebäude ein. Wolff spricht von der alten Hauptpost (nicht auf dem Bild sichtbar), die heute das Ämterhaus der Stadtverwaltung beherbergt. „Neben der Böker-Villa, der ehemaligen Musikschule, liegen links die beiden Fachwerkhäuser, die im Rahmen der neuen Verkehrsregelung des Ebert-Platzes abgerissen wurden. Heute ist dort die Durchfahrt über die Wansbeckstraße zum Bahnhof.“

Neben der Commerzbank macht Thorsten Wolff einen Gelenkbus der Linie 4, Richtung Lennep/Lüttringhausen aus. Die Haltestelle der heutigen 654 war damals vor der Tanzschule Liedtke. An die Fahrten mit Gelenkbussen erinnert sich der RGA-Leser gut. „Vorne war ein Busfahrer und hinten ein Schaffner. Mit einem Monatsticket durfte man vorne einsteigen, ansonsten nur hinten beim Schaffner.“ Im Bus sei alles viel enger als heute gewesen, links und rechts je zwei Sitzplätze mit roter Polsterung, dazwischen ein schmaler Gang. „Wenn an einer Haltestelle viele Fahrgäste zustiegen, konnte es sein, dass diese erst den Schaffner passiert hatten, als die neue Haltestelle kam.“ Klaus Jäger ist dort groß geworden. Sein Vater war Hausmeister im ehemaligen RGA-Pressehaus. „Es ist um 1963 herum gebaut worden. Der Baum mit der runden Bank in der Villenstraße, heute Konrad-Adenauer-Straße, Eingang RGi, wurde bei meiner Geburt und Einzug in das Pressehaus mit meinem Vater gepflanzt.“

Der Ebert-Platz hat sich in den über 50 Jahren komplett verändert.

„Viele Remscheider vermissen das umweltfreundliche Verkehrsmittel“, meldet sich Herbert Hildebrandt zu Wort. Claus Kind schreibt zur Commerzbank: „Im Vergleich zum schönen alten Gebäude ist der Bau architektonisch langweilig. Man sieht auch den für damalige Zeiten modernen Auto-Schalter mit dem Vordach.“ Manfred Armbrust erinnert sich an frühe Zeiten, als auf dem Platz ein beliebtes Lokal, der „Weinberg“, war. Armbrust erwähnt den 31. Mai 1983, als die millionenschwere Umgestaltung des Ebert-Platzes zu einem modernen Drehpunkt mit der Schlüsselübergabe an Stadtwerke-Chef Rolf Griesenbeck vollzogen wurde.

Heinz Jürgen Schmitz geht auf die Historie ein: „Seit Januar 1958 ist dieser Platz, der früher Postplatz hieß, Dreh- und Angelpunkt der Remscheider Verkehrsbetriebe. Zugleich fuhr die Straßenbahn von da an nicht mehr über die Alte Bismarckstraße, die einst steilste Straßenbahnstrecke Deutschlands.“ Für An- und Abfahrten verfügte der Ebertplatz über zehn Bahnsteige.

Roland Benscheid erwähnt die weit sichtbare riesige Blutbuche, die zwischen den Fahrbahnen der Konrad-Adenauer-Straße stand, den sehr heißen und trockenen Sommer 1959 nicht überstand und gefällt werden musste. Richtige Lösungen präsentierten auch Dieter Prill, Bardo Reinke, Peter Hübeler, Helmut Schucht, Silvia Martens und Carmen Vogt.

Das neue Rätselfoto

Unser heutiges Foto führt in den Remscheider Süden. So viel sei verraten: Das Fachwerkhaus im Vordergrund wurde abgerissen und wich einem Parkplatz. Wenn Sie die Lösung wissen, schicken Sie sie uns bis Donnerstag, 2. Juli, per E-Mail oder Post, gerne verbunden mit persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder per Mail an redaktion@rga-online.de.

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