Straßenname

Straße in Klausen nach NRW-Ministerpräsident benannt

Karl Borromäus Arnold wurde am 21. März 1901 in Herrlishöfen, einem Ortsteil der Gemeinde Warthausen im Landkreis Biberach in Oberschwaben, geboren. 
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Karl Borromäus Arnold wurde am 21. März 1901 in Herrlishöfen, einem Ortsteil der Gemeinde Warthausen im Landkreis Biberach in Oberschwaben, geboren. 

Karl Arnold nannte sich einen „christlichen Sozialisten“ – Landeschef wurde 1956 durch Misstrauensvotum gestürzt

Remscheid. Die von der Klausener Straße im Stadtteil Lüttringhausen bei der Siedlung Klauser Feld nach Osten abzweigende Straße erhielt im Zuge der Erschließung des Baugebietes Klausen um 1963 ihren Namen. „Die Straße war zu diesem Zeitpunkt allerdings im Bau, wie sich aus dem Remscheider Adressbuch des Jahres 1963 ergibt“, recherchierte Viola Meike im Stadtarchiv.

Sie wurde benannt nach dem Politiker Karl Arnold, der von 1947 bis 1956 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen war. Karl Borromäus Arnold wurde am 21. März 1901 in Herrlishöfen, einem Ortsteil der Gemeinde Warthausen im Landkreis Biberach in Oberschwaben, geboren. Er absolvierte nach der Volksschule eine Ausbildung als Schuhmacher. Anfang der 1920er Jahre studierte er an der Sozialen Hochschule Leohaus in München; im Herbst 1921 zog er nach Düsseldorf, um eine Funktionärsstelle beim Christlichen Lederarbeiter-Verband zu übernehmen.

Zu dieser Zeit trat er in die Deutsche Zentrumspartei und in die katholische Arbeiterbewegung ein. Von 1925 bis 1933 war er Stadtverordneter in Düsseldorf. Der Politiker heiratete 1928 Liesel Joeres. Ihr 1933 geborener Sohn Gottfried wurde später Politiker (CDU) und war von 1961 bis 1983 Bundestagsabgeordneter. Während der NS-Zeit wurde Karl Arnold durch die Gestapo bespitzelt und zeitweise inhaftiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Arnold mit Hans Böckler an der Gründung der Einheitsgewerkschaften, des heutigen DGB, im Rheinland. Er nannte sich selber einen „christlichen Sozialisten“ und gehörte außerdem zu den Gründungsmitgliedern der CDU in Düsseldorf, wo er ab 1946 Oberbürgermeister war.

Von 1946 bis zu seinem Tode war er Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen. Von Juni 1947 bis Februar 1956 regierte Karl Arnold als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen in insgesamt drei Koalitionsregierungen. Am 20. Februar wurde er durch ein konstruktives Misstrauensvotum von SPD, FDP und Zentrum gestürzt. Fritz Steinhoff (SPD) folgte ihm als Ministerpräsident. Von 1956 bis zu seinem Tode war Karl Arnold stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender. Zur Landtagswahl 1958 war Arnold wieder als Spitzenkandidat der CDU angetreten.

Er starb eine Woche vor der Wahl am 29. Juni in Düsseldorf im Alter von 57 Jahren an einem Herzinfarkt. Er wurde auf dem Südfriedhof in einem Ehrengrab der Stadt Düsseldorf beigesetzt. AWe

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