Verkehrswacht startet Aktion

Eltern sollen ihren Kinder ein Stück Schulweg selbstständig zutrauen

Hängten mit der 1b das erste Banner am Dachsweg auf: Ernst Otto Mähler (Verkehrswacht, li.) und Schulleiter Frank Knoblauch. Foto: Roland Keusch
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Hängten mit der 1b das erste Banner am Dachsweg auf: Ernst Otto Mähler (Verkehrswacht, li.) und Schulleiter Frank Knoblauch.

Viele begleiten Kinder bis in die Klasse. Verkehrswacht startet Aktion.

Von Doris Stürmer

Die Verkehrswacht Remscheid bringt an neun Grundschulen Markierungen für Eltern-Kind-Haltestellen an. „Ab hier geht Ihr Kind alleine weiter,“ heißt die neue Aktion der Verkehrswacht in Zusammenarbeit mit Verkehrssicherheitsberatern der Polizei. Sie richtet sich vor allem an die Eltern. Ziel ist, das morgendliche Verkehrschaos entschärfen. Eltern sollen ihren Kinder ein Stück Schulweg selbstständig zutrauen.

Die Verkehrswacht hat sich die Situation an Grundschulen genau angeschaut. An neun Schulen werden – in Absprache mit den Schulleitungen – Eltern-Kind-Haltestellen ausgewiesen. Zwölf große Banner mahnen: „Ab hier geht Ihr Kind alleine weiter“. Das erste Banner wurde an der Grundschule Eisernstein in Lüttringhausen Klausen angebracht – im Dachsweg gleich an der Einfahrt zum Schulhof.

Schuleiter Frank Knoblauch und Verkehrswachtchef Otto Mähler hätten die Eltern-Kind-Haltestelle am liebsten an der breiten Lockfinker Straße gesehen. „Aber,“ befürchten beide, „da würden die Eltern nicht mitmachen.“ Das große Banner soll die Eltern wenigstens zu erhöhter Vorsicht und zur Rücksicht mahnen. Knoblauch hat im engen Dachsweg schon gefährliche Szenen beobachtet. Eltern fahren so nah wie möglich an die Einfahrt zum Schulhof heran und wenden dann rückwärts in den gegenüberliegenden, Garagenhof.

Jeweils ab den Herbstferien müssen Kinder alleine gehen

Passiert sei zum Glück bisher nichts, aber die Situation bleibe gefährlich unübersichtlich. Zehn i-Dötzchen aus der 1b durften helfen, das Banner mit großen Kabelbindern am Zaun festzumachen. Wer denn morgens zu Fuß zur Schule komme, wollte Mähler wissen. Carmen, Anton und Jannick „outeten“ sich – zum Erstaunen Knoblauchs gehen sechs der zehn Erstklässler zu Fuß – manche von ihnen allein. Alle wohnen in der Nähe, sind in den ersten Wochen gebracht worden und fühlen sich selbstständig genug, den Schulweg alleine zum meistern.

Frank Knoblauch kennt auch andere Beispiele. Eltern, die ganz in der Nähe wohnen, bringen ihre Kinder mit dem Auto! Viele führen dann zur Arbeit weiter. Manche Eltern lassen ihr Auto in der engen Straße stehen und bringen ihr Kind möglichst bis ins Klassenzimmer. Der Schulleiter: „Jeweils bis zu den Herbstferien ist das erlaubt. Aber dann müssen alle alleine gehen.“

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