Spendenaktion

Hospiz: Stein für Stein für den guten Zweck

Bis zu 20 Buchstaben passen drauf: Daniel Wiedenkeller, Andreas Holthaus und Corinna Dräger (v. l.) präsentieren Muster für die Spendenaktion. Später werden die Steine am Gebäude angebracht.
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Bis zu 20 Buchstaben passen drauf: Daniel Wiedenkeller, Andreas Holthaus und Corinna Dräger (v. l.) präsentieren Muster für die Spendenaktion. Später werden die Steine am Gebäude angebracht.

Stationäres Hospiz: Neue Spendenaktion gegen Preissteigerungen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Mitte des kommenden Jahres soll das erste stationäre Hospiz in Remscheid den Betrieb aufnehmen, die Bauarbeiten in Bergisch Born laufen bereits. Doch noch fehlen rund eine Millionen Euro für Baukosten, Einrichtung und als Anschubfinanzierung. Um diese Lücke zu verringern, hat der Verein hinter dem Projekt nun eine neue Aktion ins Leben gerufen: Spender bekommen die Möglichkeit, sich auf der Fassade des Hospizes zu verewigen. Wer mindestens 500 Euro spendet, kann seinen Namen in einen der rund 15 000 Klinkersteine gravieren lassen, die an der Fassade angebracht werden. Die so gravierten Klinker sollen später an der Frontseite eine Art Band entlang der Fenster bilden. „So passt das gut zu der Struktur des Gebäudes“, sagt Architekt Daniel Wiedenkeller.

Entwickelt habe die Idee Horst Kläuser, „die Spendenmaschine par excellence“, berichtet Andreas Holthaus, Vorsitzender Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land. Die Firma Grabmale Schurg aus Reinshagen habe sich bereiterklärt, die Gravur zu übernehmen. „Wenn wir Spender für 1000 Steine finden, das wäre ein Traum“, sagt Holthaus. Damit wäre die derzeitige Finanzierungslücke halbiert.

Die sei unter anderem entstanden, weil das Hospiz von acht auf zehn Gästezimmer erweitert wurde, erklärt Architekt Wiedenkeller. Auch der Brandschutz spiele eine Rolle. Vor allem aber würden sich die Preissteigerungen durch Corona und Krieg auswirken.

Gefährdet sei das Hospiz dadurch nicht, betont Geschäftsführerin Corinna Dräger. Die Mehrkosten seien notfalls durch einen Kredit finanzierbar. „Wir haben einen Businessplan, der zeigt, dass sich das Hospiz auch dann tragen kann.“ Aber jeder Euro, der als Zinsen an die Bank gehe, fehle für andere Aufgaben.

Das stationäre Hospiz in Bergisch Born soll eine Lücke in der Palliativversorgung in Remscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth schließen. Neben ambulanten Hospizvereinen, die Schwerstkranke und Sterbende zu Hause begleiten, gibt es für Betroffene hier bisher nur Einrichtungen in umliegenden Städten, vor allem in Wuppertal, Solingen, Bergisch Gladbach oder Wiehl im Süden Oberbergs.

Seit zehn Jahren arbeitet der Förderverein daran, dies zu ändern, hat bis heute mehr als 2,6 Millionen Euro Spenden eingesammelt. Inzwischen gibt es eine Betreibergesellschaft, an der der Verein, der Remscheider Caritasverband und die Diakoniestation Wermelskirchen beteiligt sind. Selbst Bewerbungen für die rund 22 Stellen lägen bereits vor, berichtet Geschäftsführerin Dräger: „Wir haben so viele, dass wir die Fachkräfte heute schon einstellen könnten.“

Wer spenden möchte, kann das über die Internetseite des Vereins machen. Hier findet sich oben rechts auch ein Feld „Spenderstein“, mit dem hinterlegten Tool kann die Schrift auf dem Klinker gestaltet und die dazugehörige Spende abgewickelt werden.

bergisches-hospiz.de

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