Städte streiten über die Entwicklungsagentur

Für touristische Ziele wie die Müngstener Brücke und Schloss Burg soll die Bergische Entwicklungsagentur genauso Fördermittel einwerben, wie für den Stadtumbau in Honsberg. Für Gewerbeflächen wirbt das bergische Großstädtedreieck unter der Federführung der Agentur geminesam auf der Münchener Immobilienmesse "Expo Real". v.lks.n.r.: Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung, Minister Lutz Lienenkämper und Solingens Erster Beigeordneter Hartmut Hoferichter ©
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Für touristische Ziele wie die Müngstener Brücke und Schloss Burg soll die Bergische Entwicklungsagentur genauso Fördermittel einwerben, wie für den Stadtumbau in Honsberg. Für Gewerbeflächen wirbt das bergische Großstädtedreieck unter der Federführung der Agentur geminesam auf der Münchener Immobilienmesse "Expo Real". v.lks.n.r.: Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung, Minister Lutz Lienenkämper und Solingens Erster Beigeordneter Hartmut Hoferichter <br><i>©

(luk/ab/ate). Vor allem durch Kritik aus Wuppertal gerät die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) unter Druck. Im Vergleich zu anderen Regionen werbe sie zu wenig Zuschüsse für das Bergische Land ein, lautet der Vorwurf der dortigen Politik, der auch schon in Remscheid geäußert wurde.

Inzwischen streiten auch die Gesellschafter der Agentur, die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) untereinander. Die IHK warf den Städten vor, sie unterstützten die Agentur zu wenig. So komme Wuppertal seinen Verpflichtungen nicht nach, ausreichend Personal zu stellen, kritisierten IHK-Präsident Friedhelm Sträter und Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. Dies hat im Wuppertaler Rathaus Unverständnis ausgelöst. "Die Schärfe der Tonalität ist überraschend, die Kritik unangemessen und völlig überzogen", reagierte Wuppertals Stadtdirektor Johannes Slawig (CDU). Und er schießt zudem in Richtung Remscheid. "Nicht diskutierbar", ist für Slawig eine gemeinsame Wirtschaftsförderung für Remscheid, Solingen und Wuppertal als neuer Aufgabenschwerpunkt der BEA. Dies würde Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding gerne sehen und so auch noch Geld sparen. Für Slawig ein Unding. "Es kann doch nicht sein, dass die Entwicklungsagentur dazu benutzt wird, einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung in Remscheid zu leisten." Sven Wiertz, Referent von OB Wilding (SPD), kontert: "Eine gemeinsame bergische Wirtschaftsförderung fordern wir seit 2004 - weil sie Sinn macht, nicht aus Gründen der Haushaltskonsolidierung." Die Bilanz bei den Fördermitteln rechtfertigte BEA-Chef Bodo Middeldorf mit der fehlenden Fördertradition: "Wir stehen vielfach noch am Anfang." Uni und Wirtschaft scheuten mitunter den bürokratischen Aufwand bei den Anträgen zu den "Ziel 2"-Fördertöpfen. Da gelte es, Überzeugungsarbeit zu leisten. Das gelte auch für die Erwartungen der drei Gesellschafter-Städte. Wuppertal setze auf Ziel 2, Solingen sehe den Tourismus als Schwerpunkt, und Remscheid diskutiere, die Wirtschaftsförderung mit der Agentur zu verschmelzen. Für die zehn Mitarbeiter bedeutet das viel Abstimmungsarbeit. Und die koste Zeit. luk/ab/ate

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