Sanierungsfall

Stadtparkteich: Nach Ostern geht es um die Zukunft

Hier war einmal der Stadtparkteich von Remscheid. Von der Wasserfläche fehlt längst jede Spur. Foto: Doro Siewert
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Hier war einmal der Stadtparkteich von Remscheid. Von der Wasserfläche fehlt längst jede Spur.

Die Technischen Betriebe Remscheid wollen eine Perspektive für die Grünanlage und das Gewässer aufzeigen.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Wenn Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) an seinem Arbeitsplatz eintrifft, blickt er im Rathausflur auf einen Holzfisch, der seit Jahren als stiller Mahner auf dem Trockenen sitzt. Der Stinthengst dreht als Glücksbringer der Kreisgemeinschaft Sensburg, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Remscheid formierte, normalerweise im Stadtparkteich seine Runden. Doch normal ist das für ihn schon lange nicht mehr: Der Teich wurde trockengelegt. Er gilt als Sanierungsfall. Nun kündigt der OB eine weitere Debattenbasis an, was mit dem künstlichen Gewässer geschehen soll: „Nach den Ostern wird sie vorliegen.“

Zuletzt hatte sich die CDU-Ratsfraktion nach der Zukunft des „Kleinods“ erkundigt, die ungewiss ist. Denn: Einerseits hatte sich zwar der Stadtrat durchgerungen, rund eine halbe Million Euro für die Sanierung des Gewässers auszugeben, das Undichtigkeiten aufweist und von der Feuerwehr immer wieder mit Frischwasser gefüllt wurde. Andererseits wurde ein hydrogeologisches Gutachten zwischengeschaltet, bei dem Experten alternative Standorte für den Teich im Park prüften. Sie kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass er an gleicher Stelle neu angelegt werden kann und andere Punkte im Park nicht infrage kommen. Doch: Still ruht der See, seitdem dieses Resultat im Sommer 2021 vorgelegt wurde. „Es ist leider manches liegengeblieben. Wir befinden uns seit Jahren dauerhaft im Krisenmodus – erst Flüchtlinge, dann Corona, nun wieder Flüchtlinge. Und zwischendurch das Hochwasser. Das alles hat viel Personal gebunden“, erklärt Burkhard Mast-Weisz, der weiß, dass so manche in Remscheid den Teich vermissen.

Nun aber will der Geschäftsführer der Technischen Betriebe Remscheid Michael Zirngiebl den Politikern eine Beratungsgrundlage mit auf den Weg zu einer abschließenden Diskussion geben. Sie wird nicht nur den Stadtparkteich umfassen, sondern auch weitere Facetten für die Zukunft der Grünanlage in der Remscheider Innenstadt. Welche Maßnahmen er konkret vorschlagen will, möchte Zirngiebl noch nicht verraten. „Zunächst einmal sollte sich doch die Politik mit dem Thema befassen können“, erklärt der TBR-Chef, der sich schon seit etlichen Jahren mit einer komplexen Problematik auseinandersetzt.

Schlamm türmte sich im Gewässer auf

Denn: Das Gewässer war zuletzt nicht nur undicht, sondern auch ein „Bioreaktor“, wie Zingiebl es nannte. Auf seinem Grund türmten sich die Hinterlassenschaften von Enten und Brot auf, mit dem die Tiere über Jahrzehnte gefüttert werden sollten – der Teich verlandete zusehends. Er wurde auch trockengelegt, um den Sondermüll auskoffern zu können.

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