Stadtmenschen gingen beim Brückentag der Natur auf den Grund

Als sie schließlich kamen, blieb den Schafen nur die Flucht. Es war gegen Mittag, als 60 Fünftklässler der Hauptschule Wilhelmstraße unter Gebrüll die Weide des Hofes Gerstau stürmten und den bis dahin friedlich grasenden Schafen nachjagten. Gekommen waren die Schüler, um die Scheu vor den Tieren zu verlieren. Als sie gingen, hatten sie die Vierbeiner das Fürchten gelehrt.

Und Bauer Guido Raimann hatte alle Mühe, seine Schafe zu beruhigen.Die Begegnung von Schaf und Schüler war Teil des "Naturerlebnis Brückentag", der gestern erstmals rund um die Müngstener Brücke stattfand. Die Regionale 2006 hatte gemeinsam mit der Kooperationsgemeinschaft Natur und Umwelt Remscheid-Solingen-Wuppertal zu einem "Streifzug in die Natur der Region" geladen. An Ständen konnten sich die Besucher, darunter auch acht Schulklassen, über die Arbeit der örtlichen Naturschützer, der Regionale und der Umweltverbände informieren. Dazu gab es Theater, Grillwürstchen und eine Besichtigung des Wasserkraftwerkes am Schaltkotten.

Ein Höhepunkt war die Brückenwaldrallye, bei der die Teilnehmer in den umliegenden Wald auszogen, um Aufgaben rund um die Natur zu lösen. So auch Frank und Gudrun Bauer, die mit ihrer fünfjährigen Nichte Farina bei der Rallye dabei waren. "Wir sind extra aus Duisburg angereist", sagt Gudrun Bauer. "Eigentlich wollten wir zur Wuppertaler Schwebebahn. Aber bei dem Wetter sind wir hier genau richtig." Sandra aus Solingen presste unterdessen am Stand der Biologischen Station Mittlere Wupper ihren eigenen Apfelsaft. Die 15-Jährige war zuvor mit ihrer Klasse zur Müngstener Brücke gewandert. Die Äpfel hatten sie auf dem Weg gemeinsam gepflückt.

"Wir wollen, dass die Kinder mehr über die Natur ihrer Region erfahren", sagte Elke Richter von der Regionale 2006. "Nur so können sie irgendwann Verantwortung für die Natur übernehmen." Richter sagte weiter: "Das ist ein Pilotprojekt. Wenn wir Erfolg haben, ist das nur der Auftakt."

Die Besucher feierten derweil bis in den späten Abend. Als es dunkel wurde, gab es zum Abschluss einen Klassiker: Mit Taschenlampen ging es in den dunklen Wald. Zur Nachtwanderung.

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