Für Sicherheit

Stadt startet Projekt gegen Extremismus

Kerstin Becklas (l.) und Rabia Gür hoffen auf viele Kontakte mit den Remscheiderinnen und Remscheidern.
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Kerstin Becklas (l.) und Rabia Gür hoffen auf viele Kontakte mit den Remscheiderinnen und Remscheidern.
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Rabia Gür und Kerstin Becklas suchen den Kontakt zu Betroffenen.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Unter denjenigen, die erst gegen Corona und dann gegen den deutschen Staat durch die Straßen ziehen, sind gewiss einige, die stur Idiotien folgen. Aber auch viele, die Sorgen haben. Die einfach nur Halt suchen in der derzeitigen Krise. Davon ist Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) überzeugt. Ihnen Sicherheit zu geben, sie nicht in die Versuchung von Hasspredigern & Co. zu führen, sondern sie zu stärken, das ist das Ziel eines neuen Projekts gegen Rassismus und Extremismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Hintergrund: Der Rat der Stadt Remscheid hat im November 2021 beschlossen, eine Steuerungsgruppe einzusetzen mit dem Oberbürgermeister als Extremismusbeauftragtem sowie zahlreichen Organisationen, Vereinen, Mitwirkenden – also einem Querschnitt der Zivilgesellschaft und Betroffenengruppen. Im März hat der Rat zudem die Teilnahme am Förderprogramm „NRWeltoffen“ beschlossen. Damit wollen die Partner aktuellen Entwicklungen begegnen und dem Wunsch der demokratischen Fraktionen folgen, extremistischen Bestrebungen wirksam entgegenzutreten.

Steuerungsgruppe: Die große Gruppe hat sich mittlerweile drei Mal getroffen. Sie soll bis Ende 2023 ein Handlungskonzept erstellen.

Das Konzept: Ein erster Entwurf des Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit soll im Juni/Juli 2023 vorliegen. Das fertige Konzept soll dann im September 2023 den Gremien des Rates zur Verabschiedung vorgelegt werden. „Das Konzept soll in der Stadtgesellschaft nicht nur fest verankert sein, sondern gelebt werden“, sagt Mast-Weisz. Daher sei es eine große Chance, so viele Remscheiderinnen und Remscheider wie nur möglich zu beteiligten. Für Jutta Velte von der Stadt geht es hierbei auch um das Wiedererlernen von Demokratie.

Die Ansprechpartnerinnen: Am 1. Juli haben Rabia Gür bei der Stadt und Kerstin Becklas beim Stadtteil e.V. ihre Arbeit aufgenommen. Sie begleiten die Lenkungsgruppe und sind vor allem Ansprechpartnerinnen für Remscheiderinnen und Remscheider, die bereits von Extremismus, Antisemitismus oder Anfeindungen betroffen waren. „Mir ist wichtig, dass wir mit den Remscheidern etwas für Remscheid machen“, sagt Gür, die im Rahmen des Prozesses auch ihre Doktorarbeit schreiben wird. „Damit es am Ende auch bei den Betroffenen ankommt.“ Für die beiden geht es nun um eine erste Bestandsaufnahme. Sie suchen Kontakte zu Migranten-Organisationen, zu Vereinen, zu Betroffenen. Kontakt: Tel. 16 35 93 (Gür) und 93 80 32 (Becklas).
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