Verkehrsreport

Stadt sieht Bremsschwellen mit Skepsis

Anwohner fordert, dass in der Platanenallee noch mehr zur Verkehrsberuhigung getan wird. Radar und „Bumper“ schweben Daniel Pieper vor.
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Anwohner fordert, dass in der Platanenallee noch mehr zur Verkehrsberuhigung getan wird. Radar und „Bumper“ schweben Daniel Pieper vor.

Anwohner fordert Maßnahmen für die Platanenallee. Bumper sind keine Lösung, sagt das Ordnungsamt.

Von Jennifer Preuß

In der Platanenallee sollte es ruhig zugehen. Das tut es aber nicht, beklagt sich Daniel Pieper. „In der Siedlung sind rücksichtslose Fahrmanöver an der Tagesordnung“, berichtet er. Es handelt sich bei der Platanenallee in Lennep um einen verkehrsberuhigten Bereich. In den Nebenstraßen und der Platanenallee von der Lüttringhauser Straße bis zum Rondell gilt Schrittgeschwindigkeit. Tempo 20 werde allerdings oft ignoriert.

„An diese Begrenzungen hält sich niemand“, klagt Pieper. Erst kürzlich sei es gerade noch gut ausgegangen, berichtet der Anwohner: Im Bereich Holunderweg/Haselnußweg wäre Pieper fast in einen Unfall verwickelt worden. „Ein VW Golf hat mich mit 40 km/h fast erwischt. Ich bin ordnungsgemäß Schrittgeschwindigkeit gefahren.“

Unstete Fahrweise führt zu Lärm und Schadstoffausstoß

Daniel Pieper fordert: Bremsschwellen und Radarmessungen. Den Einsatz von Bremsschwellen sieht Jürgen Beckmann, Leiter des Ordnungsamtes, jedoch sehr kritisch. Die unstete Fahrweise durch Abbremsen und Beschleunigen führe zu Lärm und erhöhtem Schadstoffausstoß. Außerdem kann es durch kurze Bremsschwellen zu Schäden am Fahrzeug kommen, wenn der Fahrer sie nicht sofort erkennt. Sie könnten in der Folge Schadenersatz einfordern.

Das betrifft beispielsweise auch Radfahrer, die die Schwellen etwa in der Dunkelheit schlecht oder zu spät erkennen und stürzen. Der Einsatz von Bremsschwellen bleibe demnach von Fall zu Fall abzuwägen. Um zu ermitteln, ob der Bedarf besteht, Blitzaktionen durchzuführen, stellt die Stadt zunächst unter anderem Geschwindigkeitsanzeige-Tafeln auf. Diese Tafeln verfügen über Sensoren, die die Geschwindigkeit messen und grafisch anzeigen. Hält sich der Verkehrsteilnehmer an das vorgeschriebene Tempolimit, erscheint ein lächelnder Smiley, im gegenteiligen Fall ein weinendes Strichmännchen.

Diese Displays dienen nicht nur dazu, die Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam zu machen, wie schnell man fahren darf. „Die Daten werden ausgewertet. Dadurch bekommen wir ein Geschwindigkeitsprofil“, erklärt Jürgen Beckmann. Anhand dessen wird entschieden, ob am Ende eine mobile Messstätte eingerichtet wird.

Tafeln bestätigen: Am Höhenweg wird öfters zu schnell gefahren

Ein aktuelles Beispiel ist der Höhenweg. Dort meldeten sich mehrere Beschwerdeführer bei der Stadt und beklagten sich über Raser. Das bestätigte sich durch die Geschwindigkeitsanzeige-Tafeln. Das Gerät zeichnete Höchstgeschwindigkeiten von 120 km/h auf. Erlaubt sind dort lediglich 50 km/h.

Die Tafeln können allerdings nicht überall angebracht werden. Die Tafeln werden an festen Masten in Höhe von 2,50 Meter und nur auf der rechten Fahrbahnseite montiert. Es muss ein ausreichender Abstand zwischen der Tafel und vorhandener Beschilderung bestehen.

MESSERGEBNISSE

STÄDTISCHE HOMEPAGE Die Standorte der Geschwindigkeitsüberwachung, die das Ordnungsamt vornimmt, sind im Internet einzusehen. Auf der Startseite www.remscheid.de gibt es den Button „Geo-Datenportal“. Beim Anklicken öffnet sich ein Fenster. Dort wählt man den Unterpunkt „Radarstandorte“. Dem Nutzer wird ein Stadtplan von Remscheid angezeigt, auf dem die Messstandorte markiert sind. Ein Link zu den Tempo-Info-Displays existiert nicht mehr.

Übrigens: Die Geschwindigkeitsanzeige-Tafel erfasst nur die Geschwindigkeit, die Uhrzeit und das Datum. Daten über das Fahrzeug wie Kennzeichen und Typ, mithin auch den Halter bleiben außen vor, sind also kein „repressives Instrument“, um Sünder zu disziplinieren.

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