Stadt setzt auf Vögel beim Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Die Kohlmeisen sind große Insektenvertilger. Die Vögel sollen helfen, die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Remscheid einzudämmen. Foto: Stefan Sauer/dpa
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Die Kohlmeisen sind große Insektenvertilger. Die Vögel sollen helfen, die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Remscheid einzudämmen. Foto: Stefan Sauer/dpa

100 Nistkästen im Stadtpark montiert. Schnelle Eingreiftruppe steht bereit.

Meisen und andere Vögel sollen in diesem Jahr der Stadt Remscheid bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) helfen. Deshalb wurden bereits 100 Vogelnistkästen im Stadtpark montiert. Zahlreiche weitere Nistkästen, verteilt über das ganze Stadtgebiet sollen noch kurzfristig angebracht werden, teilt Stadtsprecherin Viola Juric mit.

Pro Jahr vertilgt beispielsweise ein Meisenpaar, das bis zu zweimal im Jahr Junge aufziehen kann, rund 35 bis 75 Kilogramm Insekten, zumeist als Raupen. Meisen, natürliche Fressfeinde der Eichenprozessionsspinner-Raupen, fressen insbesondere die jungen Stadien der Raupen und können so wirksam die Entwicklungskette des Prozessionsspinners unterbrechen, die als ausgewachsene Raupen erhebliche gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können.

„Beratungsgremium EPS“ ins Leben gerufen

Eine große Vogelpopulation benötigt für ihre Nachkommen ein entsprechendes Nahrungsangebot, so dass nicht ausgeschlossen ist, dass auch ältere Raupenstadien mit ihren problematischen Brennhaaren gefressen werden. Meisen und Co. werden sich je nach Vorliebe darüber hinaus bei ihrer Futtersuche auch auf andere problematische Insektenlarven und Motten, wie zum Beispiel Buchsbaumzünsler und Kastanienminiermotte stürzen.

Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) haben neben der Feuerwehr auch eine schnelle und helfende Eingreiftruppe bestehend aus mehreren geschulten Mitarbeitern aus dem Grünpflege- und Baumbereich auf die Beine gestellt, die Anfangs-Probleme durch Raupen und deren Gespinste beseitigen kann. Dafür stehen spezielle Absauggeräte, Schutzkleidung und Absperrmaterialien bei den TBR zur Verfügung.

Die Stadtverwaltung Remscheid hat im Zuge der zunehmenden EPS-Problematik bereits im vergangenen Jahr das „Beratungsgremium EPS“ ins Leben gerufen, in der sich unter der Leitung der Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke mit der Thematik betroffene städtische Fachdienste regelmäßig austauschen und Maßnahmen beraten. ma

Weitere Informationen:

www.nabu.de

www.gartenpraxis.de

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