Pandemie

Stadt Remscheid erwartet eine ruhige Silvesternacht

In der Silvesternacht wird alles in bester Ordnung sein, prognostiziert Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke: Auch sie begrüßt das De-Facto-Böllerverbot. Foto:
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In der Silvesternacht wird alles in bester Ordnung sein, prognostiziert Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke: Auch sie begrüßt das De-Facto-Böllerverbot.

Verkaufsverbot für Raketen und Böller entlastet Rettungs- und Ordnungsdienste.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Die Remscheider Sicherheits- und Ordnungsexperten rechnen mit einer ruhigen Silvesternacht. Dazu trägt laut Ordnungsdezernentin Barabara Reul-Nocke (CDU) das Verkaufsverbot von Feuerwerk massiv bei. „Die Regeln sind im Grunde wie letztes Jahr“, sagt sie, „und da hat sich die Maßnahme definitiv bewährt.“

Das bestätigt unter anderem auch Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan. Zwar schließt das Verkaufsverbot nicht grundsätzlich den Einsatz von Böllern aus, die sich noch im Privatbesitz befinden. Erfahrungsgemäß hält sich das aber in Grenzen. Als zuständige Behörde vor Ort sieht das Ordnungsamt daher auch keine Notwendigkeit, darüber hinaus explizite Böller-Verbotszonen wie an belebten Plätzen in Metropolen auszusprechen. Reul-Nocke: „Wir benötigen keine noch weitergehenden Maßnahmen wie beispielsweise in Köln.“ Es gebe keine vergleichbar bevölkerten Orte oder Plätze in Remscheid.

Reul-Nocke: Verbot entlastet die Krankenhäuser

Feuerwehrchef Eul-Jordan ist mit der Maßnahme zufrieden. „Wir spüren die Auswirkungen im positiven Sinn“, sagt er. In normalen Silvesternächten verirrten sich immer wieder Raketen auf Balkone oder Müllcontainer würden mutwillig mit Feuerwerkskörpern in Brand gesetzt. Auf sieben oder acht Einsätze sei man da vor dem Böllerverbot immer gekommen, berichtet Eul-Jordan. „Bei der Feuerwehr wünscht man sich um Mitternacht noch ein frohes neues Jahr, dann sieht man sich um 4 oder 5 Uhr wieder.“

Anders 2020, als das Böllerverbot seine Premiere feierte. Einen Einsatz habe die Wehr fahren müssen. „Wir hatten eine ruhige Nacht. Und auch der Rettungsdienst, um den es ja vor allem geht, verzeichnete deutlich weniger Unfälle. Die klassischen Handverletzungen entfielen.“ Das bestätigt auch Reul-Nocke nach den Erfahrungen des Vorjahres: „Das Böllerverbot entlastet definitiv die Krankenhäuser.“

Nicht bestätigen wollte das die Unternehmenskommunikation der Sana AG: Weder dazu, ob 2020 in der Silvesternacht beim erstmaligen Verbot weniger zu tun war als in den Vorjahren; noch dazu, ob das faktische Verbot generell eine sinnvolle Maßnahme zur Entlastung des medizinischen Personals sei, äußere man sich.

„Wir gehen von einem ruhigen Silvester aus“, sagt Reul-Nocke. Dazu trage nicht nur das Verkaufsverbot, das de facto für eine Feuerwerks-Pause sorge, bei, sondern auch der Appell an die Bürger, sich aufgrund der Pandemie verantwortungsbewusst zu verhalten und die Kontakte deutlich zu reduzieren.

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