Bauarbeiten

St. Suitbertus: Gerüst soll im Frühjahr weg

Noch immer befinden sich am Seitenschiff und der alten Sakristei Gerüste. Der Großteil ist aber schon abgebaut. In den nächsten Tagen und Wochen soll weitergearbeitet werden, sagt der Architekt. Und im Frühjahr dann hoffentlich der äußere Teil fertig sein. Foto: Roland Keusch
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Noch immer befinden sich am Seitenschiff und der alten Sakristei Gerüste. Der Großteil ist aber schon abgebaut. In den nächsten Tagen und Wochen soll weitergearbeitet werden, sagt der Architekt. Und im Frühjahr dann hoffentlich der äußere Teil fertig sein.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Witterung verzögert die Dacharbeiten erneut – Anschließend geht es im Kircheninneren weiter.

Remscheid. Nachdem die Außenarbeiten an St. Suitbertus eigentlich schon letzten Sommer fertig sein sollten, schicken die Beteiligten nun ein Stoßgebet nach oben. „Wir hoffen sehr, dass die Witterung mitspielt und wir im Frühjahr alles abschließen können“, sagt der Düsseldorfer Architekt Wolfgang Brechbühl auf RGA-Nachfrage. Mit Aussagen zum Zeitplan ist er mittlerweile vorsichtig geworden. Denn eigentlich sollten die Dacharbeiten am katholischen Gotteshaus bereits 2018 abgeschlossen sein.

Seit 2017 wird die Haube von St. Suitbertus bereits saniert. Das Problem: Es regnete hinein, Wasserschäden im Inneren wurden sichtbar. Bei den Sanierungsarbeiten kam es aber immer wieder zu Verzögerungen. Der Kran, der lange Zeit stadtbildprägend war, ist bereits letzten Herbst abgebaut worden. Und auch der Großteil der Gerüste sind bereits weg, die beiden am Seitenschiff und der alten Sakristei stehen jedoch noch – sie werden noch gebraucht. „Eigentlich wären die Arbeiten im Januar direkt weitergegangen, doch dann kam der Wintereinbruch“, erklärt Brechbühl.

„Die Leute können nicht davon ausgehen, dass es hier wie bei einem normalen Hausbau zugeht.“

Karola Abrahams, Architektin und Kirchenvorstand

Eine kleine Dachfläche über der alten Sakristei sei noch zu verschiefern, dann seien alle Dachflächen erledigt. „Auf der Rückseite müssen wir dann noch drei bis vier Löcher zumauern, sobald es die Witterung zulässt.“

Nicht nur das bergische Wetter und der allgemeine Handwerkerboom sorgten für manche Verzögerung im Zeitplan, auch mussten zahlreiche Absprachen getroffen werden. „Wir wären eigentlich gern schon Weihnachten 2019 fertig gewesen, aber bei der Eindeckung des Chors gab es Probleme“, erklärt Karola Abrahams, als Architektin beratende Fachfrau im Kirchenvorstand. Es habe Abstimmungsbedarf mit der Denkmalbehörde gegeben, zudem muss die Remscheider Pfarrei bei jedem Schritt Rücksprache mit dem Erzbistum Köln halten. Letzteres finanziert die Sanierung. „Die Leute können nicht davon ausgehen, dass es hier wie bei einem normalen Hausbau zugeht“, betont Abrahams.

Wolfgang Brechbühl schätzt, dass auch die ursprünglich angepeilten Kosten von 1,7 Millionen Euro steigen werden. Wie viel, könne er indes nicht sagen.

Wenn die Gerüste außen abgebaut werden, ist die Gesamtsanierung allerdings noch nicht zu Ende. „Die Geschichte geht dann in der Kirche weiter“, erklärt Ottmar Gebhardt vom Bauausschuss der Gemeinde. Denn das defekte Dach hat innen im Gewölbe Schäden verursacht. „Wenn das Dach zu ist, und dies sicher ist, wird man in den nächsten zwei bis drei Monaten das Gewölbe im Inneren der Kirche ausbessern.“ Ein Fachingenieur des Erzbistums Köln habe sich dies ,laut Gebhardt, bereits gemeinsam mit Architekt Wolfgang Brechbühl angeschaut. Was noch nicht ganz klar sei: Wird für diese Arbeiten ein Gerüst benötigt oder reicht auch ein Hubwagen? Dies werde derzeit geklärt. Zudem sei Wolfgang Brechbühl gerade mit der Kostenermittlung beschäftigt.

Auslöser der Gesamtmaßnahme 2018 war ein Wasserschaden. Es regnete ins Gotteshaus an der Papenberger Straße hinein. An zwei Stellen belegen unterschiedlich große Schadensbilder die Wasserschäden. Statisch und baulich konnte die Dachsanierung den überwiegenden Teil eines historischen Problems vergessen machen: Das im Juli 1943 abgebrannte Kirchendach wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf einen Dachstuhl aus Stahl montiert. Isoliert war der Dachstuhl einst mit Bimsdielen.

Historie

Kirche: Die neuromanische, dreischiffige Basilika mit Querhaus wurde 1883/1884 nach Plänen von August Carl Lange gebaut und am 28. September 1884 geweiht. Ein Jahr später folgte der Bau des Glockenturms. Heute gehört die Kirche zur Pfarrei St. Suitbertus Remscheid im Erzbistum Köln.

Gemeinde: Am 1. Januar 2011 haben sich die früher selbstständigen Gemeinden St. Engelbert, St. Marien, St. Suitbertus und St. Josef zur Pfarrei St. Suitbertus zusammengeschlossen.

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