Brauchtum

St. Martin kehrt nach Remscheid zurück

In Lennep ist bald wieder St. Martin hoch zu Ross unterwegs. Am 7. November beginnt der Zug um 17 Uhr. Archivfoto: Michael Schütz
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In Lennep ist bald wieder St. Martin hoch zu Ross unterwegs. Am 7. November beginnt der Zug um 17 Uhr.
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16 Brauchtumsveranstaltungen im November wurden bislang bei der Stadt angemeldet.

Remscheid. Vereine, Schulen und Kindergärten kehren zur Brauchtumspflege zurück: Sankt Martin hoch zu Ross soll in den kommenden Wochen der Pandemie zum Trotz durch die Remscheider Stadtteile reiten. Den Anfang macht am Mittwoch, 3. November, die Kindertagesstätte St. Josef an der Menninghauser Straße, den Schlusspunkt setzt nach momentanen Stand Sankt Martin am Samstag, 13. November, bei einem Ausflug in Bökerhöhe.

16 Umzüge stehen derzeit auf der Liste der Remscheider Stadtverwaltung. „Es könnten aber durchaus weitere hinzukommen“, berichtet Daniel Pfordt vom Remscheider Ordnungsamt. Wer möchte, kann sich dazu per Mail im Rathaus anmelden (|siehe Kasten). „Wir knüpfen im Anschluss Kontakt mit den Veranstaltern“, erklärt Pfordt.

Remscheid: Maximal-Teilnehmerzahl von 2500 Menschen wird nicht erreicht

Für sie wird in Absprache mit der Ordnungsbehörde, der Polizei und gegebenenfalls mit der Freiwilligen Feuerwehr ein individuelles Sicherheitspaket für den Weg entlang der Straßenzüge geschnürt. Laut aktueller Corona-Schutzverordnung können Veranstaltungen rund um St. Martin stattfinden, wenn nicht mehr als 2500 Menschen daran teilnehmen, klärt Pfordt auf. „Und von dieser Zahl sind die Züge in unserer Stadt weit entfernt.“

Auch wenn die Maskenpflicht im Freien generell aufgehoben wurde, mahnt Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins Lennep, zur Vorsicht. Sein Zug steht am Sonntag, 7. November, an und gilt als einer der größten und stimmungsvollsten im Remscheider Stadtgebiet. „Bitte dabei Abstand halten“, erklärt der Vorsitzende, der hofft, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Martinsfest nicht weiter intensiviert.

„500 Weckmänner haben wir schon bei einer Bäckerei bestellt.“

Klaus Kreutzer über die Vorbereitungen für den Zug

Der Zug sei eine große logistische Herausforderung für den Verein, der unter anderem 100 Meter Stromkabel von der Kölner Straße in den Hardtpark verlegen muss, wo es im Anschluss an die Wanderung ein Programm für die Kinder gibt. Lieder sollen erklingen, Geschichten von Sankt Martin werden erzählt. Zudem haben die Kinder der Katholischen Grundschule Franziskus Lennep ein Schauspiel einstudiert, das sie im Hardtpark aufführen werden. „Es wäre schön, wenn die Stadt Remscheid ihr Versprechen erfüllen und Anschlüsse im Park vorhalten würde.“

Derzeit sei der Verkehrs- und Förderverein auf die Unterstützung des Edeka-Markts in der Nachbarschaft angewiesen, der den Strom zur Verfügung stelle. Dafür bedanke er sich ausdrücklich, fügt Kreutzer hinzu. Der Hardtpark liefert am 7. November auch die Kulisse für das Martinsfeuer. Zudem werden dort Backwaren an die Kinder verteilt, die am Zug teilgenommen haben. „500 Weckmänner haben wir schon bei einer Bäckerei bestellt“, erklärt der Vorsitzende. „Und ich hoffe nicht, dass wir darauf sitzen bleiben.“

Martinszug in Remscheid: In Spitzenzeiten waren rund 1500 Lenneper dabei

Nach den jetzigen Regeln könnte die Lenneper den Zug „zwar problemlos durchführen“. Angesichts immer neuer Verordnungen herrsche aber nicht nur bei den Vereinen, sondern auch im Handel „eine furchtbare Verunsicherung“, wie Klaus Kreutzer bedauert, der in einem weiteren Ehrenamt als Vorsitzender des Handelsverbands NRW in der Region Bergisches Land wirkt.

In Spitzenzeiten hätten bis zu 1500 Menschen an der Traditionsveranstaltung teilgenommen, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Einzelhändler Hermann Johnen wiederbelebt wurde. Zur Premiere im Jahre 1950 hat Klaus Kreutzer einen sehr persönlichen Bezug: „An diesem Tag wurde ich geboren.“

Hintergrund

Der Lenneper Zug nimmt voraussichtlich diese Strecke: Er beginnt am 7. November um 17 Uhr an der Kirche St. Bonaventura, Hackenberger Straße, und führt über die Schwelmer- und Berliner Straße zum Alten Markt, Munsterplatz, Petersgasse, Wetterauer- und Wallstraße, Spielberggasse, Wupperstraße zum Hardtpark. Wer noch einen Martinszug anmelden will, kann sich wenden an verkehrsregelung@remscheid.de

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