Sportbund

Sportbund-Vorsitzender lobt Emel Dutkun als Ideallösung

Seit 1. März Geschäftsführerin beim Sportbund Remscheid: Emel Dutkun. Foto: Roland Keusch
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Seit 1. März Geschäftsführerin beim Sportbund Remscheid: Emel Dutkun.

Emel Dutkun leitet vierköpfiges Team in der Geschäftsstelle – Corona bestimmt den Alltag.

Von Andreas Weber

Remscheid. Ein Start nach Maß konnte es für Emel Dutkun nach Ausbruch der Pandemie nicht werden. Am 1. März trat die 41-jährige Remscheiderin die Nachfolge von Daniela Hannemann als Geschäftsführerin des Sportbundes an. Seither bestimmen die ständigen Up-Dates zu den Corona-Verordnungen das Leben in den 74 angeschlossenen Sportvereinen. Immer wieder leitet das vierköpfige Team aus der Geschäftsstelle an der Jan-Wellem-Straße die neuesten, vom Landessportbund übermittelten Veränderungen weiter, erläutert und gibt Ratschläge. „Wir begleiten die Vereine durch die Krise“, sagt Dutkun.

Insgesamt 20 solcher teilweise komplexen Bestimmungen vom Land erforderten in den vergangenen fünf Monaten hohe Flexibilität bei der Bewältigung der Krise. Erst vor den Ferien wurde das Sportleben langsam hochgefahren. Der erste große Höhepunkt in ihrer neuen Tätigkeit, das vom Sportbund in Zusammenarbeit mit der Sparkasse ausgerichtete Familienfest im Stadtpark am 16. Mai musste ausfallen. Dennoch hat sich Emel Dutkun gut eingelebt in der für sie nicht neuen Umgebung.

Emel Dutkun war 13 Jahre als Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe

Im Oktober 2018 übernahm sie die Halbtagsstelle als Fachkraft für Integration beim Sportbund. Dutkun spricht nicht arabisch, wie ihr Vorgänger Mohamad Diab, aber perfekt türkisch. Die Mutter zweier Töchter ist in Remscheid geboren und groß geworden, ihre Eltern stammen aber aus Izmir an der Ägäisküste. Als der Wechsel von Daniela Hannemann nach Bonn anstand, zögerte Emel Dutkun nicht lange, als ihr die Leitung der Sportbund-Geschäftsstelle mit 30 Wochenstunden angeboten wurde.

„Das Thema Sport hat mich sofort gepackt. Für mich sind dabei nicht zuletzt meine Netzwerke hilfreich, die ich aufgebaut habe“, sagt Dutkun. Reinhard Ulbrich, Vorsitzender des Sportbundes, bestätigt dies: „Besser geht es nicht. Emel Dutkun lebt in Remscheid und kennt sich bestens in der Stadtverwaltung aus.“ 13 Jahre war sie als Diplom-Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe tätig. Dutkun, die sich privat im Fitness-Studio und beim regelmäßigen Talsperren-Jogging auf Trab hält, plant mit ihren Kolleginnen Martine Klein, Katharina Jansen und Paula Stausberg im „Frauenpower-Büro“ (Ulbrich) trotz Covid-19-Restriktionen Angebote.

Die Sportabzeichen-Abnahme findet statt, jedoch nur nach Anmeldung. Das integrative Sportcamp, im Sommer ausgefallen, könnte in den Herbstferien zum zweiten Mal nach 2019 laufen. Die bunte Vielfalt der Remscheider Sportwelt soll im Allee-Center eine Bühne erhalten. Mit Live-Vorführungen könnte es schwierig werden, deshalb denkt der Sportbund an Video-Präsentationen und Stellwände, mit denen die Clubs für ihre Sportarten werben. So eingeschränkt manches sein mag, so erlebt der Sportbund in mancher Hinsicht ein goldenes Jahr. Das bislang einmalige NRW-Programm „Moderne Sportstätte 2022“ erlaubt es 13 hiesigen Vereinen mit Eigentum, ihre Immobilien auf Vordermann zu bringen. Einige haben schon angefangen, bei allen ist zumindest der Genehmigungsprozess im Fluss, manche sind im Stadium der Prüfung der eingereichten Unterlagen durch die NRW-Bank, die die Mittel auszahlt.

Insgesamt steht für Remscheid etwas über eine Million zur Verfügung. Nach dem Start des Kita-Jahres 2020/21 läuft auch „Kindersport erleben“. Mit dem Projekt möchten Stadt und Sportbund 4- bis 6-Jährige in Bewegung bringen. Seit 1. August erhalten alle Kinder zu ihrem vierten Geburtstag einen Sportgutschein, der bei beteiligten Sportvereinen eingelöst werden kann.

36 Sporthelfer im Alter von 13 bis 17 Jahren sind über den Sportbund seit 2018 ausgebildet worden. Weitere folgen. Die erste Qualifizierung in diesem Jahr musste im Frühjahr abgesagt werden, nachgeholt werden soll es am 3./4. sowie 19./20. Oktober (jeweils 10 bis 17 Uhr) mit maximal 15 jungen Teilnehmern. Der Sporthelfer ist die Vorstufe zum Übungsleiter und wird in zwei Modulen angeboten. Das zweite wird erst in 2021 stattfinden.

Sportbund lädt ein

Zum Sportstammtisch am Freitag, 4. September (19 Uhr), hat der Sportbund alle OB-Kandidaten zu einer Diskussionsrunde in die RTV-Sporthalle, Theodor-Körner-Straße eingeladen. Gäste sind willkommen, sollten sich aber beim Sportbund anmelden. Am Freitag, 18. September (17 Uhr), wird an gleicher Stätte die Jahreshauptversammlung des Sportbundes nachgeholt, bei der auch Wahlen anstehen.

Gutschein soll Kinder für Sport gewinnen: OB Mast-Weisz verteilte die ersten Sportgutscheine in der Kita Dicke Eiche – Stadt investiert 540.000 Euro.

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