Sportbund blickt auf 75 Jahre zurück - Corona lässt keine große Feier zu

Dachorganisation gründete sich als Remscheider Turn- und Sportverband im September 1945 in der Gaststätte Hrabar

Von Andreas Weber

Natürlich hätten sie dieses Jubiläum gefeiert. Doch Corona verdammt die regen Sportler dazu, kleine Brötchen zu backen. So war der 75. Geburtstag des Sportbundes Remscheid im Jahr 2020 nur ein Tagesordnungspunkt auf der Jahresversammlung im Eventlokal „Löf“, garniert durch ein Wein-Präsent, das Vorsitzender Reinhard Ulbrich den Anwesenden mitgebracht hatte. Kurz erinnerte Ulbrich an die Gründung am 29. September 1945 im Gasthaus Hrabar, Ecke König-/Emil-Ritterhaus-Straße.

Remscheider Turn- und Sportverband hieß die Vereinigung unter dem Vorsitzenden Artur Schuster, die sich wenige Monate später durch die Aufnahme weiterer „Randvereine“ aus Rade, Wermelskirchen, Hückeswagen und Wipperfürth von 27 auf 47 Mitgliedsvereine erhöhte. Als Geschäftssitz diente anfangs der Ortsteil Hasten, wo die Sitzungen in Kneipen stattfanden.

Das nächste einschneidende Datum war der 6. Juni 1974, als die Umbenennung in Stadtsportbund Remscheid erfolgte, verbunden mit dem Antrag auf Aufnahme ins Vereinsregister, die am 1. April 1975 erfolgte. Der Sitz war Am Hagen 22 - 24. Vorsitzender wurde Friedrich Bau, Stellvertreter Friedrich Pohlhaus. Am 15. April 1978 wechselte die Führung. Adolf Kölsch wurde neuer Vorsitzender. Am 24. März 1990 schied Friedrich Pohlhaus (Haddenbacher TV) nach stolzen 45 Jahren als 2. Vorsitzender aus, wurde Ehrenvorsitzender und nahm bis zu seinem Tode mit 88 Jahren Ende 2014 an den Hauptversammlungen teil.

1994 hatte der Sportbund ein Minus von 47 000 Mark auf dem Konto

Günter Stork (Vorsitz) und Willi Keilmann bildeten ab 1990 die Spitze. Vier Jahre später rückte Keilmann auf, attestiert von Dr. Klaus Pielmeyer. Es waren schwierige Zeiten. Der Stadtsportbund hatte ein Minus von 47 000 Mark auf dem Konto. Im Jahr darauf bat Keilmann um Entlastung des Vorstandes außer für Günter Stork, dem dubiose Geschäfte und Veruntreuung von Geldern vorgeworfen wurden. Seine Machenschaften stürzten den Sportbund in finanzielle Turbulenzen. Lange hatten die Sportler daran zu knabbern. 1996 wechselte der Vorstand erneut mit Willi Keilmann vorneweg und Dieter Groß als 2. Vorsitzenden. Am 1. Juli 1997 wurde eine neue Satzung beschlossen und der Dachverband in Sportbund Remscheid e. V. umbenannt. Sitz ist seither die Jan-Wellem-Straße 29. Am 25. März 2000 begann die Ära Reinhard Ulbrich mit Dr. Ralph Flügge an seiner Seite. Im Juni 2004 fing Daniela Hannemann als sportliche Fachkraft an, im April 2005 avancierte sie zur hauptamtlichen Geschäftsführerin. 2010 wurden die Aufgaben des 2. Vorsitzenden gesplittet. Sie verteilten sich neben Flügge (Leistungssport und Recht) auf Joachim Hartenstein (Sporträume) und Stephan Schürmann (Breitensport und Bildung). Im „Löf“ dieses Jahr wurde Jürgen Wilhelm Nachfolger von Schürmann. Seit 1. März ist Emel Dutkun neue Geschäftsführerin.

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