Bühne

Spiel mit Masken sorgt für großes Gelächter

Ganz ohne Worte kamen die Puppen aus.
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Ganz ohne Worte kamen die Puppen aus.

Die Familie Flöz gastierte mit ihrem Teatro Delusio im Teo Otto Theater.

Von Daniel Diekhans

Wenn die Familie Flöz auf der Bühne steht, wird es spannend, komisch und fantasievoll – und das alles ohne Worte. Am Mittwoch hatten 200 Gäste im Teo Otto Theater ihren Spaß am Masken- und Puppenspektakel „Teatro Delusio“.

Im 2004 uraufgeführten Stück macht das Ensemble, in dem zehn Nationen vertreten sind und das seinen Sitz in Berlin hat, die Scheinwelt des Theaters selbst zum Thema. Clou des Ganzen ist die Perspektive: „Teatro Delusio“ schaut im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Kulissen, spielt es doch im Backstagebereich einer Bühne.

Anders als auf der Vorderbühne läuft hier nicht immer alles rund. Wozu nicht allein lose herunterhängende Kabel beitragen, in denen sich die Pantomimen verheddern können. Das Remscheider Publikum lachte vor allem über die Begegnungen mit den unterschiedlichen Theaterleuten.

„Teatro Delusio“ zeigt Schauspieler und Opernsängerinnen, die sich in große Posen werfen. Dann wieder wuseln Orchestermusiker über die Hinterbühne, die sich im Labyrinth der Auf- und Abgänge verirrt haben. Und das Lampenfieber plagt nicht nur die Primaballerina. Die 30 Figuren von gerade einmal drei Schauspielern verkörpert werden, ist an sich schon eine Pointe.

Im raschen Wechsel der Masken und Kostüme aber sind es die Bühnentechniker, die sich zu tragikomischen Helden entwickeln. Man kann von poetischer Gerechtigkeit sprechen, denn im realen Theaterbetrieb sind Bühnenarbeiter so gut wie unsichtbar. Der Zuschauer des Stücks lernt Ivan, Bernd und Bob näher kennen, und die übergroßen, individuell gestalteten Masken tragen entscheidend dazu bei. Mit schütterem Haar und Schmerbauch wird Iwan eingeführt. Auch Bernd ist nicht mehr der Jüngste und ist tollpatschig. Bobs Sehnsucht nach Anerkennung treibt ihn dazu, seine eigene Show abzuziehen. So gibt er mal den Bodybuilder im Superheldenoutfit, mal den Zauberkünstler, der mit Requisiten herumspielt.

Nach der langen Pause wird das Theater mit Bravorufen belohnt

Die Spannung steigt weiter an, als zwischen Bühnenarbeitern und Schauspielern ein Streit entbrennt und der Kampf wie bei den drei Musketieren mit Degen und Säbel ausgefochten wird.

Am Ende des Gastspiels à la Flöz füllten Bravo-Rufe den Saal. Mit der Zugabe bewies das maskierte Trio auch musikalisches Können. Live rockten die Darsteller mit Gitarre, Akkordeon und improvisiertem Besen-Bass. Und hörbar groß war ihre Erleichterung, dass das Theater nach langer Corona-Auszeit „wieder lebt“.

Termine

Sonntag, 12. März: Familienkonzert der Bergischen Symphoniker „Romeo und Julia - verliebt, verlobt, ver...spielt“: 16 Uhr. Eintritt: 12 Euro, Jugendticket: 6,50 Euro.

Donnerstag, 16. März: „Die Zauberflöte“ im Star-Wars-Gewand, mit den Symphonikern, 19.30 Uhr. Eintritt: 39 Euro, Jugendticket 6,50 Euro.

Dienstag, 21. März: Limón Dance Company (New York): „In Time - 75 Years of Limón Dance“, 19.30 Uhr. Eintritt: 29, Jugendticket 5 Euro.

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