Begabtenförderung

Spektrum reicht vom Eiffelturm bis zum deutschen Schulsystem

Dana Fromme und Emilia Borchers haben zum Thema artgerechte Tierhaltung gearbeitet, und die elfjährige Emilia Schäfer hat sich mit Abba und den 1970ern beschäftigt. Fotos: Roland Keusch
+
Die Schülerinnen haben sich unter anderem mit den Themen artgerechte Tierhaltung oder Abba beschäftigt.

40 Schüler nahmen am GBG-Begabtenförderungs-Programm teil und präsentierten die Ergebnisse ihrer Projekte.

Von Sabine Naber

Remscheid. Sich unabhängig vom Unterricht über einen längeren Zeitraum mit einem selbst gewählten Thema zu beschäftigen, diese Möglichkeit bekamen rund 40 Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums, die am Begabtenförderungs-Programm teilgenommen haben.

Diktator Franco hat Leticia Garcia Del Valle (14) beleuchtet.

Am Donnerstagabend präsentierten sie ihre beeindruckenden Ergebnisse zahlreichen Gästen, die sich die einzelnen Projekte zunächst bei einem Gang entlang der auf Postern zusammengestellten Collagen ansehen konnten, bevor einzelne Projekte in der Aula ausführlich vorgestellt wurden.

Es war eine enorme Themenpalette, die von künstlicher Intelligenz, der Geschichte des Eiffelturms oder auch Essstörungen bis hin zu der Beschäftigung mit Autos, Pferden oder fremden Ländern wie Kanada und Schweden reichte.

Engagiert trug beispielsweise Ella Ötztürk aus der 6b ihr Projekt unter der Überschrift „Geteiltes Deutschland“ vor, der mit dem legendären Satz: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“, begann. „Das war eine große Lüge, denn zwei Monate später stand die Berliner Mauer. Viele aber kennen die Geschichte dahinter gar nicht“, erklärte die Schülerin, die ihr Interesse für dieses Thema damit begründet, dass auch ihre Familie getrennt wurde.

Ende Juni holen wir wieder Vereinte Nationen nach Remscheid.

Dr. Peter Schniering lädt zehn GBG-Schüler dazu ein

Um „Lücken im deutschen Schulsystem“ ging es Sarah Spiecker aus der achten Klasse in ihrem wortgewandt vorgetragenen Projekt. Sie präsentierte unter anderem Ideen zur Verbesserung und dazu zählte der spätere Schulbeginn um neun Uhr: „Dann wären alle ausgeschlafen, könnten sich besser konzentrieren. Denn jeder dritte Schüler leidet unter Schlafstörungen“, zeigte sie sich überzeugt. Auch neue Unterrichtsinhalte wie der Umgang mit Steuern, regte Sarah an.

Zu diesem besonderen Präsentationsabend hatten Schulleiter Stephan Döring und Karin Lender, die Koordinatorin der Begabungsförderung, Dr. Peter Schniering eingeladen. „Den Mann, der es schaffte, die UN nach Remscheid ins Teo Otto Theater zu holen“, wie ihn Döring ankündigte. Schniering hatte vor zwei Jahren die Denkfabrik Future Cleantech Architects (FCA) mit Sitz an der Hindenburgstraße gegründet. Sie beschäftigt sich mit innovativen Klimatechnologien.

„Ende Juni holen wir wieder Vereinte Nationen nach Remscheid. Dieses Mal wird es sogar ein Festival und ich halte zehn Plätze für Interessierte an der GBG bereit“, lud Schniering zum Besuch ein.

Sein Tipp an die Schülerinnen und Schüler: „Lasst die Sachen neben der Schule nicht zu kurz kommen. Und verfolgt den Weg, für den ihr wirklich brennt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Nach Insolvenz einer Firma: Kunden warten auf ihre eingelagerten Winterräder
Nach Insolvenz einer Firma: Kunden warten auf ihre eingelagerten Winterräder
Nach Insolvenz einer Firma: Kunden warten auf ihre eingelagerten Winterräder
Immobilienpreise gehen in Remscheid in den Sinkflug
Immobilienpreise gehen in Remscheid in den Sinkflug
Immobilienpreise gehen in Remscheid in den Sinkflug
Die Kicker vom Hackenberg haben wieder Zukunft
Die Kicker vom Hackenberg haben wieder Zukunft
Die Kicker vom Hackenberg haben wieder Zukunft
Feuerwehr fragt: Wer hört die Sirene?
Feuerwehr fragt: Wer hört die Sirene?
Feuerwehr fragt: Wer hört die Sirene?

Kommentare