Talkrunde

SPD macht Behindertensport zum Thema

SPD-Vorsitzender Sven Wolf hatte Friedhelm Julius Beucher, den Präsidenten des Deutschen Behindertensportbundes, zu Gast. Foto: Roland Keusch
+
SPD-Vorsitzender Sven Wolf hatte Friedhelm Julius Beucher, den Präsidenten des Deutschen Behindertensportbundes, zu Gast.

Bei Talk war Verbandspräsident Friedhelm Julius Beucher zu Gast.

Von Sabine Naber

Remscheid. Zu einer Talkrunde rund um das Thema Sport hatte der Remscheider SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf am Freitagabend ins Löf an der Theodor-Körner Straße eingeladen. Neben zahlreichen Vertretern der Remscheider Sportszene waren auch Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands, und Michael Büddicker, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, als Gesprächspartner zu Gast.

Beucher, der das paralympische Team nach Peking begleitet hatte, schilderte, dass die Erwartungen nicht allzu hoch gewesen seien, weil das deutsche Team neun Erststarter dabei hatte. „Über den Erfolg der Mannschaft habe ich mich dann unwahrscheinlich gefreut. Und neben den 19 Medaillen muss man ja auch sehen, was auf den nächsten Plätzen erreicht wurde.“

Es seien keine fröhlichen Spiele gewesen. Aber wenn sie abgesagt worden wären, dann wäre die Lebensplanung der Sportlerinnen und Sportler beeinträchtigt worden. „Die Wettkampfstätten waren toll präpariert, aber Winterspiele, ohne dass eine Schneeflocke von oben gekommen wäre – dieser Preis ist zu hoch. Das darf nicht sein“, machte Beucher deutlich. Und nannte das Wichtigste für ihn: „Ich habe sie alle wieder gesund nach Hause gebracht.“

Prominenter Gast erkundigte sich nach der Lage in Remscheid

Aber Beucher wollte auch wissen, was sportlich in Remscheid los ist. Und wie groß die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie waren. „Da ging es sehr solidarisch zu“, versicherte Michael Büddicker. Allerdings hätten zwei große Hallen geschlossen werden müssen, weil Impfzentrum und Notfallkrankenhaus eingerichtet wurden. Mit Blick auf den Behindertensport nannte er einen Mangel, der unbedingt behoben werden müsse: „Es gibt keine automatisch öffnenden Hallentüren.“

Ein Großteil der Mitglieder sei während der Pandemie den Vereinen treu geblieben. Man habe sich draußen, beispielsweise in Hackenberg oder in der Grünanlage Kuckuck, getroffen. Allerdings mussten für diese Treffs Fahrtzeiten in Kauf genommen werden.

Britta Wend, Nationalspielerin im Rollstuhltennis aus Remscheid, regte an, dass die Sportvereine auf ihren Webseiten deutlichere Infos zum Thema Barrierefreiheit geben. „Das ist Gold wert“, sagte die Sportlerin. Und betonte, dass jede Sportart für behinderte Menschen möglich ist. „Man muss nur einen Weg suchen.“ Den hat der Hastener Turnverein offensichtlich gefunden. Kirsten Hein, Leiterin des Rehasports, erklärte: „Bei uns sind alle sportlichen Angebote für alle da. Das ist unsere große Stärke.“Auch beim Reinshagener Turnerbund (RTB) macht man sich stark im Bereich Behindertensport. Trainer Stephan Schürmann, der dort seine sportliche Heimat hat, schilderte, dass rund 15 Sportler und Sportlerinnen mit unterschiedlichen Behinderungen dort gemeinsam Sport machen. „Im Mai werden wir ein Projekt aufgreifen und den Bereich Feldhockey für alle Interessierten öffnen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Hier brummt es: Kleiderladen Rosenhügel ist ein Treffpunkt
Hier brummt es: Kleiderladen Rosenhügel ist ein Treffpunkt
Hier brummt es: Kleiderladen Rosenhügel ist ein Treffpunkt
Corona: Keine Maskenpflicht in städtischen Einrichtungen - Inzidenz in Remscheid sinkt weiter
Corona: Keine Maskenpflicht in städtischen Einrichtungen - Inzidenz in Remscheid sinkt weiter
Corona: Keine Maskenpflicht in städtischen Einrichtungen - Inzidenz in Remscheid sinkt weiter

Kommentare