Soziale Medien als offene Flanke der Demokratie

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Sabine Düwell empfiehlt ein Sachbuch über die manipulativen Techniken der Rechtsextremen

Bibliothekarin Sabine Düwell vom Team der Remscheider Zentralbibliothek stellt heute in der RGA-Serie „Buchtipp“ ein Sachbuch vor. Darin zeigen die beiden Autoren auf, wie Rechtsextreme die sogenannten sozialen Medien für ihre Zwecke nutzen. Der Titel des Sachbuches lautet: „Digitaler Faschismus“.

Die Autoren Maik Fielitz und Holger Marcks zeigen in ihrem eingängig zu lesenden Sachbuch auf, mit welchen manipulativen Techniken Rechtsextreme die sozialen Medien erfolgreich nutzen – und wie die Funktionsweise der sozialen Medien den Rechten nutzt. Diese spezifische Dynamik bezeichnen die beiden Autoren als „digitalen Faschismus“.

Viele Menschen, die sich in den sozialen Medien bewegen, nehmen es wahr: Hassbotschaften und rechte Hetze bestimmen häufig den Diskurs in den Kommentarspalten. Wahrheiten werden beliebig, Ängste werden gezielt geschürt, und Mehrheitsverhältnisse werden verzerrt dargestellt. Ohne diese digitalen „Brandbeschleuniger“ sind die rechtsextremen Wahlerfolge ebenso wenig zu verstehen wie die jüngste Welle rechter Gewalt.

Die Autoren mit den Forschungsschwerpunkten Rechtsextremismus und Online-Aktivismus gehen dieser fatalen Entwicklung und ihren Ursachen auf den Grund. Sie bezeichnen die sozialen Medien als „offene Flanke im demokratischen Gefüge“.

Aufforderung zur Gegenrede

Doch wie lässt sich der „digitale Faschismus“ bändigen, ohne das Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken? Fielitz und Marcks machen in diesem Sinne konkrete Vorschläge für eine politische Regulierung der sozialen Medien und fordern Einzelpersonen sowie zivilgesellschaftliche Gruppen zur „Gegenrede“ gegen Falschmeldungen und Hetze auf.

Maik Fielitz und Holger Marcks: Digitaler Faschismus. Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus. Dudenverlag, 2020, 256 Seiten, ISBN: 978-3-411-74726-9. Standort in der Zentralbibliothek: Gkn 7 FIE

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