Konzert

Sommerkirche lockt viele in den Park

Der Projektchor „Sommer Sonne Singen“ von und mit Kantorin Henrieke Kuhn trat in der Konzertmuschel auf.
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Der Projektchor „Sommer Sonne Singen“ von und mit Kantorin Henrieke Kuhn trat in der Konzertmuschel auf.

Es gab Stationen zum Abschalten

Von Sabine Naber

Remscheid. Gemeinsam hatten die Evangelischen Gemeinden am Vormittag zu einer „Open-Air-Sommerkirche“ an die Konzertmuschel in den Stadtpark eingeladen - und es kamen so viele Besucher, dass alle Bänke voll waren. „Wie schön ist es, einen Gottesdienst in so einer großen Runde feiern zu können. Das tut einfach gut“, freute sich Pfarrerin Charlotte Behr. Unter der Leitung von Kantorin Henrieke Kuhn stimmte der Projektchor „Sommer Sonne Singen“ das erste Lied „Geh aus mein Herz“ an, begleitet von der Leiterin am Klavier und Noah Kang an der Gitarre. Auch die Besucher wurden beim „Sommer Halleluja“ eingeladen, mitzusingen.

Dass es guttut, einfach mal nichts zu tun, den Sabbat zu genießen, davon versuchten Angelika Fabian und Martin Siebert ihre Zuhörer zu überzeugen. Der eine echauffierte sich über derzeitige Situation auf der Welt, sprach von Dürre und Krieg, teurem Benzin und Gas, von Flugausfällen und zu wenigen Fachkräften, die andere chillte, probierte aus, was in ihrem virtuellen Garten gerade angesagt war. „Auszeiten entstanden, als es den Menschen richtig schlecht ging. Am siebten Tag soll man ruhen“, sagte Fabian in aller Seelenruhe. „Was soll das bringen?“, wollte Sieber wissen. Das sei immer die komische Frage, die dann käme. „Einfach, weil es mal gut tut“, lautete schließlich das Fazit.

Zum Thema „Was tut mir gut?“ waren sechs Stationen rund um die Wiesenfläche aufgebaut worden. An einer konnte man sich auf einer Liege ausstrecken und bekam Ohrstöpsel, um die Welt einmal ganz auszusperren. Am anderen Ende gab es Bälle und Keulen, mit denen jongliert werden durfte. „Das ist eine super Idee, hier so viel Material bereitzustellen. Ich bin begeistert, denn sonst ist es in der Kirche doch oft ein wenig langweilig“, sagte Ursel Pfeiffer. Schade fand sie nur, dass so wenige Kinder gekommen waren.

Im Mittelpunkt stand die Frage: Was tut mir gut?

An der nächsten Station hingen an einer Schnur, die zwischen zwei Bäumen gespannt war, jede Menge Zettel, die zum Mitmachen als Ehrenamtler einluden oder von einer „Plauderbank“ erzählten, an der sich Gleichgesinnte treffen konnten. An der Musik-Station lagen Plastikröhren, die durch ihre Farbcodierung unterschiedliche Töne vorgaben. „Ich finde die Aktion heute gut. Man kann selbst entscheiden, ob man sitzen bleiben oder aktiv werden will“, fand Jörg Pohl. Auch gab es einen Treffpunkt, an dem man miteinander ins Gespräch kommen konnte. „In der Corona-Zeit haben wir doch einmal mehr gemerkt, wie schwer es ist, wenn man nicht miteinander reden kann“, erinnerte Pfarrer Siegfried Landau.

Getränke standen neben der Konzertmuschel bereit, jeder hatte rund 20 Minuten Zeit, um von Station zu Station zu gehen und herauszufinden, was am meisten Freude machte. „Wir wollten nicht einfach nur davon erzählen, was guttut, sondern das Ausprobieren ermöglichen“, betonte Pfarrerin Behr.

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