Mitgliederversammlung des Schlossbauvereins

Schloss Burg als nationales Denkmal anerkannt

In dem Schlossteil über dem Tor wurde das Museum eingerichtet.
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In dem Schlossteil über dem Tor wurde das Museum während der Sanierung eingerichtet.

Die Sanierung auf Schloss Burg geht weiter. Währenddessen können Interessierte einen Online-Rundgang durch das Schloss machen.

Von Sabine Naber

Solingen/Remscheid. Damit Interessierte das Museum in Schloss Burg auch besuchen können, wenn die Türen zeitweilig geschlossen bleiben müssen, hatte Museumsdirektor Gregor Ahlmann viele Bereiche zumindest digital sichtbar gemacht. Wie das funktioniert und was zu sehen ist, das zeigte er während der Mitgliederversammlung des Schlossbauvereins am Mittwochabend im Gemeindesaal der evangelischen Kirche in Wermelskirchen-Hünger.

Mit einer VR-Brille – sie gibt es im Museumsshop zu kaufen – und dem Smartphone kann man beispielsweise von außen in den Rittersaal, der gerade renoviert wird, gucken und sich sogar Details der Wandgemälde heranzoomen. Corona bedingt hatte es im vergangenen Jahr keine Ausstellungen gegeben, auch die Open-Air-Konzerte sind ins kommende Jahr verschoben worden. „Wir hoffen darauf, dass wir wenigstens zum Weihnachtsmarkt als Open-Air-Veranstaltung einladen können. Der soll dann erstmals mindestens zehn Tage dauern“, erklärte Ahlmann.

Das sogenannte Burgleuchten, das nicht als Veranstaltung, sondern als reiner Museumsbesuch angesehen wurde, war erlaubt und kam bei den Besuchern gut an „Wir arbeiten daran, dass es auch in diesem Jahr stattfinden kann“, versprach Ahlmann.

Hauptgebäude wird durch Aufzug barrierefrei

Er führte durch die Baustelle – es ist die größte Renovierung seit 100 Jahren – und betonte, dass Schloss Burg die Anerkennung als nationales Denkmal erlangt hat. Mit 160 000 zahlenden Besuchern sei Schloss Burg bedeutsam für die Region. „Unser Ziel ist es auch, dass Menschen mit Behinderungen einen besseren Zugang bekommen. Ein Aufzug wird dafür sorgen, dass das Hauptgebäude zukünftig komplett barrierefrei ist.“

Zurzeit würde der Pferdestall zurückgebaut, der Brunnen mittig stationiert und der Treppenabgang vom Holzbalkon wieder hergestellt. „Im Innenhof wird die Trennwand, die später eingebaut worden war, um Theatervorstellungen vom Museumsbereich zu trennen, zurückgebaut. Denn sie wird für die Ritterspiele dort nicht gebraucht.“ Rückbauarbeiten fänden am Palas, der Kapelle, dem Burgtor und dem Zwingertor statt. Da sei viel Detailarbeit notwendig. In der inzwischen komplett sanierten Alten Schule stünden jetzt Büros zur Verfügung. „Wir hoffen, dass wir die Maßnahmen 2025 komplett abschließen können“, berichtete Ahlmann.

Auf die Frage eines Vereinsmitgliedes, warum auf dem Bergfried keine Fahne mehr wehen würde, erklärte er, dass die Statik nicht mehr stimme. „Die vier mal zwei Meter Fahne wirkt auf den Dachstuhl ein. Das ist aber erst später entdeckt worden. Wann dieser Bereich jetzt saniert werden kann, das steht noch nicht fest.“ Auch über die Beleuchtung im Rittersaal müsse noch gesprochen werden. Fest stehe aber, dass dort die Decke erneuert wird: „Relativ große Eichenbalken sollen dann sichtbar werden“, kündigte der Vorsitzende des Schlossbauvereins Klaus-Dieter Schulz an.

Das Werkzeugmuseum bietet nach der Corona-Pause wieder Angebote an.

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