Verkehr

S 7: Diese Woche ist ein Teil der Strecke noch gesperrt

Die S 7 soll die bergischen Großstädte verbinden. In der Theorie. In der Praxis treten auf der Linie häufig Probleme auf.
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Die S 7 soll die bergischen Großstädte verbinden. In der Theorie. In der Praxis treten auf der Linie häufig Probleme auf.
  • Manuel Böhnke
    VonManuel Böhnke
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Sperrung zwischen Remscheid Hauptbahnhof und Lennep – Notfahrplan endet am Montag.

Remscheid. Bahnpendlern in der Region droht neues Ungemach. Seit knapp einem Monat gilt für die S-Bahn 7 wegen personeller Engpässe ein Notfahrplan. Nun kündigt der Anbieter Vias Rail, der die Linie zwischen Wuppertal, Remscheid und Solingen betreibt, auf Anfrage dieser Redaktion eine zusätzliche Einschränkung an. Ab Montag, 10. Oktober, führt die Bahn-Tochter DB Netz demnach „umfangreiche Bauarbeiten“ zwischen dem Remscheider Hauptbahnhof und Lennep durch. Voraussichtlich bis einschließlich Samstag, 22. Oktober, seien deshalb „ein spezieller Baufahrplan und Schienenersatzverkehr notwendig“.

Konkret verkehrt die S 7 während dieser zwölf Tage lediglich zwischen den Hauptbahnhöfen in Remscheid und Solingen. Das allerdings wieder im uneingeschränkten 20-Minuten-Takt beziehungsweise am Abend und dem Wochenende halbstündig. Einzig die Verstärkerzüge der Regiobahn müssen Vias Rail zufolge am Remscheider Hauptbahnhof vier Minuten vor der regulären Zeit abfahren, weil dort nur ein Bahnsteig zur Verfügung stehe.

Dass wieder die regulären Abfahrtzeiten gelten, dürfte viele Pendler freuen – seit rund vier Wochen verkehren auf der Linie wegen Personalmangels zwei statt drei Züge stündlich.

„Im Oktober werden einige Maßnahmen greifen.“

Thomas Eßer, Vias Rail, über die angespannte Personalsituation

Diejenigen, die mit der S 7 nach Lennep, Lüttringhausen oder Wuppertal fahren, beziehungsweise aus dieser Richtung kommen, brauchen hingegen starke Nerven. Sie müssen sich auf Schienenersatzverkehr einstellen. Denn während der angekündigten Bauarbeiten ist die Strecke zwischen dem Remscheider Hauptbahnhof und Lennep vollständig gesperrt.

Stattdessen verkehren Busse. Diese halten in Wuppertal-Oberbarmen, wo der Umstieg in andere Linien möglich ist. In Tagesrandlagen fährt der Schienenersatzverkehr bis zum Wuppertaler Hauptbahnhof beziehungsweise dort ab. Auf die Bauarbeiten habe Vias Rail keinen Einfluss, betont Thomas Eßer.

Obwohl der Notfahrplan einstweilen ausgesetzt wird, bleibe die Personallage auf der S 7 angespannt, gesteht der Geschäftsleiter des Bereichs Service ein. Er hofft, dass sich die Situation in absehbarer Zeit bessert: „Im Laufe des Oktobers werden einige Maßnahmen greifen, wie der Einsatz zusätzlicher Lokführer, die ihre Einweisung in den kommenden Tagen beenden werden.“

Derweil arbeitet der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) daran, die personelle Lage langfristig zu verbessern. Mit der Regiobahn engagiere man sich „gegen den Fachkräftemangel in der Branche“, heißt es in einer Mitteilung. 30 Quereinsteiger sollen dieses Jahr eine zwölfmonatige Ausbildung zum Triebfahrzeugführer beginnen.

Geplant ist, dass die zusätzlichen Kräfte ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2023 bei den Anbietern zum Einsatz kommen, die die früheren Abellio-Linien und -Netze übernehmen. Das impliziert die S 7. Sie wird zukünftig von der Transdev Rhein Ruhr GmbH (Rhein-Ruhr-Bahn) betrieben.

Der Zeitraum zwischen der Vergabe der Verkehrsleistung und dem Betriebsstart sei zu kurz, um neue Triebfahrzeugführer auszubilden. Diese Lücke möchten VRR und Regiobahn mit ihrer Kooperation schließen, betont VRR-Vorstandssprecherin Gabriele Matz. Ziel sei, „im Dezember 2023 im Interesse unserer Fahrgäste den Betrieb zu sichern“.

Betreiber

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2023 wird die Transdev Rhein Ruhr GmbH (Rhein-Ruhr-Bahn) die S-Bahn-Linie 7 zwischen Wuppertal, Remscheid und Solingen betreiben. Das hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Mitte September bekanntgegeben. Bereits im Dezember 2022 übernimmt die Regiobahn die neue Linie des Regionalexpresses 47. Dieser soll stündlich von Remscheid aus über Solingen nach Düsseldorf fahren.

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