Übung

DLRG probt für den Ernstfall

Eisrettungsübung DLRG Solingen
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70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.

Die Solinger Eissporthalle wurde am Wochenende zum Trainingslager für Lebensretter. Normalerweise finden derartige Übungen auf zugefrorenen Talsperren statt. Das ist aufgrund der Witterung im Bergischen zurzeit aber nicht möglich.

Von Ann-Christin Stosberg

Der lange, rote Strick ist auf Spannung. „Zieh, zieh!“, ruft einer der Lebensretter und vier weitere beginnen synchron, kräftig an dem Strick zu ziehen. Ihre Gesichter sind angestrengt, der Atem in der kalten Luft als kleine Wolken deutlich zu sehen. Mit einem scharrenden Geräusch setzt sich die orangefarbene Rettungstrage in Bewegung und rutscht ruckartig über die Eisfläche. Auf der Trage liegt eine regungslose Person in grüner Jacke, angeschnallt mit dicken, schwarzen Gurten. Noch ein Zug am Strick. Puh. Rettung geschafft. Dabei handelt es sich nicht um einen winterlichen Notfall, sondern um eine von vielen Übungen, die die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kurz DLRG, in der Eissporthalle trainieren.

Es ist das erste Training dieser Art. 70 Freiwillige, Groß und Klein, nehmen teil. Teils in voller DLRG-Montur: Rot-gelbe Uniform, schwere, schwarze Stiefel, Helm, kombiniert mit dicker Mütze und wärmenden Handschuhen. „Für uns ist das ganz wichtig, solche Einsätze auch mal zu proben“, sagt Valentina Liefke von der DLRG. Bislang habe die Wuppertaler Sektion eine Übung auf der zugefrorenen Talsperre in Ronsdorf durchgeführt – das sei aber schon länger her und nicht alle Bergischen DLRG-Teams waren dabei. Menschen vom Eis zu retten, das sind eher seltene Einsätze für die DLRG-Gruppen aus dem Bergischen Städtedreieck. Trotzdem sei es gut, sich diese Szenarien auch mal mit praktischen Übungen zu stellen, sagt Liefke. Immerhin ist die Eisrettung Teil der theoretischen Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

„Toll, dass wir das auch mal üben konnten.“

Valentina Liefke, DLRG

Beim Übungstag in der Eishalle stehen zwei Lernziele im Vordergrund: das richtige und besonnene Verhalten auf dem Eis und der Abtransport in Not geratener Personen- mit verschiedenen Hilfsmitteln. Verschiedene Tragen kommen zum Einsatz, aber auch Boote der DLRG. Die Wuppertaler Sektion hat ihr sogenanntes Raft mitgebracht, ein großes und robustes Schlauchboot. Und natürlich im DLRG-Rot. Mit dabei ist auch der sogenannte Eisretter: der sieht auf den ersten Blick aus wie ein rotes und besonders langes Schlauchboot. An den Enden ist der Boden jedoch offen: so können in Not geratene Personen schnell vom Eis oder aus dem kalten Wasser ins Boot gezogen werden.

Bei einer anderen Rettungsstation kommt ein eher alltäglicher Gegenstand zum Einsatz: eine Leiter. Auch die kann benutzt werden, um sich als Retter oder Retterin bäuchlings drauf liegend sicher übers Eis zu ziehen, um zur Einsatzstelle zu gelangen. Wer gerade nicht aktiv an der Reihe ist, schaut zu und lernt von den anderen.

Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle

70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann
70 Freiwillige nahmen teils in voller DLRG-Montur – rot-gelbe Uniform, schwere Stiefel, Helm, dicke Mütze und Handschuhe – an der Rettungsübung in der Eissporthalle teil.
Übung des DLRG in der Solinger Eissporthalle © Tim Oelbermann

Surrend fliegt die DLRG-Drohne durch die Eishalle, über jeden der kleinen Einsatzorte hinweg. Die Drohne gibt nicht nur einen Überblick über das Geschehen: mit der Wärmebild-Funktion liefert sie sofort Infos über den Zustand der Opfer und zeigt eine mögliche Unterkühlung an. Zu sehen und zu lernen gibt es für die Ehrenamtlichen also vieles. „Toll, dass wir das auch mal üben konnten“, sagt Liefke. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk hätten solche Übungen standardmäßig, für die Bergische DLRG ist das Eis-Training etwas Besonderes.

Das Team der Eissporthalle hat die Fläche für diesen Übungstag gerne zur Verfügung gestellt. Wenn Lebensrettung so geprobt und verinnerlicht werden könne, dann würden davon viele Menschen im Bergischen profitieren, heißt es vom Team um Wolfgang Lingen, Geschäftsführer der Trägergesellschaft Solingen Eissport gGmbH.

DLRG

Verein: Die DLRG ist ein gemeinnütziger Verein und eine Wasserrettungs- und Nothilfeorganisation. Sie arbeitet grundsätzlich ehrenamtlich mit freiwilligen Helfern. Wer sich bei der DRLG engagieren möchte, sollte sich beim Ortsverein melden, sagt Valentina Liefke. Infos zum DLRG Bezirk Solingen und zum Kursangebot gibt es online: solingen.dlrg.de

Eissporthalle: Infos zu den Öffnungszeiten, Schlittschuhkursen und Eintrittspreisen gibt es online: eissporthalle-solingen.de

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