Hochwasserschäden

Eschbachstraße: Noch keine Durchfahrt nach Remscheid

Die Eschbachstraße ist aktuell noch voll gesperrt. Eine einspurige Verkehrsführung kann zum Ende der Woche starten. Foto: Michael Schütz
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Die Eschbachstraße ist aktuell noch voll gesperrt. Eine einspurige Verkehrsführung kann zum Ende der Woche starten.
  • Philipp Müller
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Eschbachstraße öffnet einspurig für den Verkehr.

Remscheid. Während die Ortsdurchfahrt durch Solingen-Unterburg wieder frei ist und damit auch der Abzweig zur Burgtalstraße und nach Schloss Burg, bleibt die Eschbachstraße (L407) in Richtung Remscheid zwischen Alter Schlossfabrik und Abzweig Kellerstraße zunächst weiter gesperrt. Das Hochwasser hatte diesen Straßenabschnitt auf einer Länge von rund 500 Metern unterspült und erheblich beschädigt. Der Landesbetrieb Straßen NRW teilte mit, dass die Vollsperrung voraussichtlich Mitte August aufgehoben werden könne. Die Straße könne dann einseitig befahren werden, der Verkehr werde mit einer Ampel geregelt. Ob eine Gewichtsbegrenzung notwendig sei, werde derzeit noch geprüft. Aktuell arbeiten die Solinger Stadtwerke vor Ort an Gasleitungen, die unterhalb der Straße verlegt sind

Unser Artikel vom 2. August, 18 Uhr

Remscheid. Mit voller Wucht und teilweise das ganze Tal als Flussbett brauchend war der Eschbach in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli von Wermelskirchen kommend nach Unterburg gerauscht. Die Eschbachstraße ist seitdem zwischen Alter Schlossfabrik und dem Abzweig Kellerstraße voll gesperrt. Das soll nach Angaben von Straßen NRW auch noch so bis voraussichtlich Ende der Woche bleiben.

Aber an Normalzustand ist damit nicht zu denken. Eine Baustellenampel werde aufgestellt, hatte ein Sprecher des Landesbetriebs erklärt. Dadurch könne die Straße wieder einseitig befahren werden. Jedoch nur für Fahrzeuge, die leichter als 3,5 Tonnen sind.

Stadtwerke prüfen Rohre auf der Eschbachstraße

Noch völlig unklar sei der Umfang der notwendigen Sanierungsarbeiten an der Straße. Denn es müsse noch genau geprüft werden, an welchen Stellen auch der Unterbau der Straße komplett neu aufgebaut werden müsse. Der Eschbach hatte an beiden Rändern der Straße Gräben bis unter den Asphalt freingeschwemmt.

Das traf auch Gasleitungen, die unter der Straße verlegt wurden. Die Stadtwerke Solingen als Versorger müssten diese jetzt teilweise neu isolieren und weiterhin überprüfen, ob eventuell auch Rohre ausgetauscht werden müssen. Das erkläre die lange Vollsperrung, bat der Sprecher des Landesbetriebs um Geduld.

Statt der Busse auf der Linie 653 sollen Taxis eingesetzt werden

Das hat auch Auswirkungen auf den Busbetrieb. Über die Eschbachstraße verläuft die Linie 653, die von den Stadtwerken Remscheid betreiben werden. Diese erklären: „Aufgrund von Hochwasserschäden kann die Linie 653 wegen der Straßensperrung auf unbestimmte Zeit zwischen Ehringhausen und Solingen Burg Aue nicht verkehren.“ Ein Sprecher der Remscheider Stadtwerke erklärte, dass mit der Freigabe einer Spur ein Taxi-Bringdienst installiert werden solle. Dazu laufe gerade die Abstimmung mit den Solinger Verkehrsbetrieben, und die Ausschreibung des Taxis-Dienstes zwischen den Haltestellen Burger Bahnhof und Ehringhausen habe begonnen.

Sperrung der Eschbachstraße wegen Hochwasserschäden

Das Problem trifft übrigens auch die Verbindung der Linie 658, die ab dem Müngstener Brückenpark durchs Morsbachtal fährt, auch dort zwingen Straßenschäden zur Einstellung des Busverkehrs.

Die Infrastruktur an Eschbach und Wupper war an vielen Stellen betroffen. In Unterburg hielt zwar der neue Hochwasserschutz, aber die neue Fischtreppe und eine Böschung am Mühlendamm hielten den Fluten nicht stand. Am Wasserwerk Glüder war ein Damm gebrochen. Eine Fußgängerbrücke in Rüden wurde von der Wupper mitgerissen. Die Wupperbrücke in Wupperhof war einige Zeit gesperrt, da fraglich war, ob die Statik in Mitleidenschaft geraten war. An Eschbach und Wupper waren zudem teilweise mehrere Tage Strom und Wasser abgestellt worden.

Fehlende Brücke

Im Bereich der Haltestelle Burger Bahnhof fehlt nach dem Hochwasser eine Fußgängerbrücke über den Eschbach. Ob und wann diese ersetzt wird, ist nicht bekannt. Wanderer können jetzt über Unterburg die Wege Richtung Oberburg erreichen. Waldwege können allerdings weiterhin gesperrt sein. Durch den Starkregen haben viele Bäume zunächst ihre Stadtfestigkeit verloren.

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