Bundestagswahl 2021

FDP-Kandidat Dr. Robert Weindl will Bildung und Transparenz

FDP-Kandidat Dr. Robert Weindl, hier im Gespräch mit RGA-Redakteur Sven Schlickowey, eröffnete die Gesprächsreihe. Foto: Doro Siewert
+
FDP-Kandidat Dr. Robert Weindl, hier im Gespräch mit RGA-Redakteur Sven Schlickowey, eröffnete die Gesprächsreihe.

In der Gesprächsreihe der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen wollen die Macher klare Aussagen von Bundestagskandidaten hören. Diese Woche stellte sich Dr. Robert Weindl (FDP) den Fragen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Dem bisher flauen Wahlkampf, in dem statt Themen nur die Kandidaten zählen, will die Ökumenische Initiative in Lüttringhausen etwas entgegensetzen: „Wir möchten klare Aussagen hören, wie die Bundestagskandidaten zum Fairen Handel stehen“, machte Vorsitzender Johannes Haun deutlich. Dazu gibt es eine Gesprächsreihe, bei der sich jede Woche einer der Kandidaten, die im Wahlkreis 103 Remscheid-Solingen-Wuppertal antreten, den Fragen stellt.

Zum Auftakt am Samstagvormittag war im Jugendfreizeitheim der Freidemokrat Dr. Robert Weindl (52) zu Gast. Der Arzt lebt seit rund 20 Jahren im Bergischen und engagiert sich in der Solinger Kommunalpolitik. „Wie gehen Sie einkaufen, in Unverpackt-Läden, auf dem Wochenmarkt oder beim Discounter“, war die erste Frage, die RGA-Redakteur Sven Schlickowey, der die Moderation übernommen hatte, Weindl stellte.

„Anders als bei meinen Kindern muss es bei mir meist schnell gehen“, gab er zu. Aber am Thema Unverpackt-Laden sei er dran. Gefragt, wie er damit umgehe, wenn Minderheiten schlecht behandelt würden, betonte der FDP-Bundestagskandidat, da sei er nicht auf den Mund gefallen, da müsse man reden.

Zuhörer fühlten Dr. Robert Weindl mit Fragen zu Kinderarbeit und Flutursachen-Bekämpfung auf den Zahn

Das Lieferkettengesetz – Schlickowey wollte von ihm wissen, ob er das als einen guten oder faulen Kompromiss sieht – bezeichnete der Freidemokrat als ein bürokratisches Monster: „Sinnvoll ist nur, was kontrolliert werden kann. Eine Verbesserung der Digitalisierung könnte die Lösung sein.“ Er propagiere eine europäische Lösung. Angesprochen auf die Widerstände einiger Mitgliedsstaaten, betonte er, dass das Wahlprogramm Visionen für die nächsten Jahre beinhalten sollte.

-

Fragen kamen auch aus den Reihen der Zuhörer: „Wie wollen Sie die Kinderarbeit begrenzen, die Macht der Konzerne im globalen Süden eindämmen, Fluchtursachen bekämpfen“, hieß es da. Kinderarbeit ließe sich begrenzen, indem man sie transparenter macht. „Als Verbraucher muss ich wissen, was ich mir da einkaufe.“ Und dass beispielsweise Nestlé Grundwasser abpumpt und es in Flaschen verkauft, das sei eine Katastrophe. „Da müssen wir etwas tun.“ In Bildung zu investieren, darin sieht er auch die Bekämpfung der Fluchtursachen. Hier, wie auch im globalen Süden.

Angesprochen auf den Klimawandel mit seinen erheblichen Konsequenzen sagte Weindl: „Der öffentliche Druck steigt. Wir müssen und werden etwas tun.“ Dieses Versprechen nahm der Moderator zum Anlass, ihm die fünf zentralen Forderungen des Fairen Handelns vorzulesen. Auf seine Frage, ob er das unterschreiben könne, meinte der Freidemokrat: „Ich sehe da nichts, was gegen unser Programm steht.“ Und unterschrieb.

Am Samstag, 11 Uhr, wird Jürgen Hardt (CDU) zu Gast sein im Jugendheim an der Richard-Pick-Straße.

Wählen in Remscheid: So können Sie Ihre Stimme abgeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare