Leser kritisiert Gefahrenstelle

L 74: Engpass wird erst im Frühjahr beseitigt

Seit mehr als einem Jahr ist die rechte Fahrspur auf der L 74 Richtung Sonnborn gesperrt.
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Seit mehr als einem Jahr ist die rechte Fahrspur auf der L 74 Richtung Sonnborn gesperrt.

Landesbetrieb will Hang mit Gabionenwand abstützen.

Von Anja Kriskofski

Remscheid/ Solingen. Ende November 2021 rutschte nach Starkregen an der L 74 ein Stück der Böschung ab. Seitdem ist auf der Landesstraße zwischen Wuppertal-Kohlfurth und Wuppertal-Sonnborn an einer Stelle die rechte Fahrspur gesperrt. Eine echte Gefahrenstelle, findet der Solinger Bernhard Gutsche. Seitdem die Fahrbahn verengt ist, habe es jedoch keinen Unfall dort gegeben, teilt die Polizei auf Anfrage mit.

Der Landesbetrieb Straßen NRW hat angekündigt, dass die Planungen für eine Sicherung des Hangs nun abgeschlossen seien. „Aktuell hoffen wir, mit der Realisierung Ende Frühjahr 2023 beginnen zu können“, erklärt Pressesprecher Rainer Herzog.

Bernhard Gutsche hat sich bereits im August an den Landesbetrieb gewandt. Damals sei ihm mitgeteilt worden, dass die „bauliche Umsetzung eines Stützbauwerks“ ab November zu erwarten sei. Passiert sei immer noch nichts. Gutsche fährt auf dem Weg vom Wohnort Solingen zu seinem Dachdeckerbetrieb in Wülfrath täglich über die L 74. „Bei Autobahnen passieren schon bei kleineren Dingen Unfälle. Hier liegt die Engstelle in der Kurve.“ Morgens und abends gebe es extrem viel Berufsverkehr, viele Lastwagen seien unterwegs. „Ich habe Verständnis, dass die Beseitigung eines Erdrutsches zwei, drei Monate dauert. Aber über ein Jahr?“

Die Verkehrssicherheit sei gewährleistet, betont hingegen Rainer Herzog vom Landesbetrieb auf Anfrage. Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 hätten zahlreiche Straßenbaumaßnahmen angestanden. „Wir mussten priorisieren, andere Dinge mussten dringender gemacht werden.“ Am Hang an der L 74 sei es nicht damit getan, den Erdrutsch zu beseitigen. Geotechnische Untersuchungen und statische Berechnungen seien notwendig gewesen, so der Sprecher: „Die Planung der Maßnahme durch ein Ingenieurbüro ist nun abgeschlossen.“ Die Ausschreibung müsse jetzt finalisiert werden.

Drainagemöglichkeit soll in den Hang eingebaut werden

Das ist geplant: Laut Herzog soll eine Gabionenwand errichtet werden, um den Hang am Burgholz nachhaltig zu stützen. „Ursache für den Hangrutsch war seinerzeit das Hangwasser, welches den dortigen Boden aufgeweicht hat. Aus diesem Grund werden zudem noch Drainagemöglichkeiten im Bereich des Hanges mit eingebaut.“

Er habe bislang keine Antwort auf seine zweite E-Mail bekommen, sagt Bernhard Gutsche. Er ärgert sich über die weitere Verzögerung. „Wenn an der Engstelle ein Unfall passiert, erstatte ich Anzeige gegen den Landesbetrieb.“

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