Herbst

So wird der Garten winterfest

Sven Becker und Jan Sieckendieck (v. l.) schneiden im Moment zahlreiche Hecken, Sträucher und Bäume.
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Sven Becker und Jan Sieckendieck (v. l.) schneiden im Moment zahlreiche Hecken, Sträucher und Bäume.

Garten- und Landschaftsbauer Sven Becker gibt Tipps.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Haufenweise segelt rotgefärbtes Herbstlaub zu Boden, die Temperatur sinkt, merklich nasser ist es auch und die Sonnenphasen werden immer kürzer. Der Herbst bedeutet vor allem eins: den Garten winterfest zu machen. Und nicht nur das. Gerade jetzt ist die perfekte Zeit zum Pflanzen, sagt Sven Becker, Geschäftsführer vom Garten- und Landschaftsbau Pawlik.

Eine große Baustelle in jedem Garten ist der Rasen. „Der sollte ein letztes Mal gemäht werden. Und dann vertikutiert, damit das Moos entfernt wird, und gedüngt“, sagt der Experte. Herbstdünger sei da der richtige. Dieser erhalte den Rasenbestand. „Erst im Frühjahr geht es um mehr Wachstum, da wird ein anderer Dünger verwendet.“ Und damit kein neues Moos entsteht, sollte das herabfallende Laub regelmäßig weggeharkt werden.

Grundsätzlich gilt auch, dass durchaus alte Blütenstände und vor allem tote und kranke Pflanzenteile schon entfernt werden können. Auch Strauch- und Baumschnitte sind jetzt wieder in großem Stil möglich: Seit dem 1. Oktober ist die Vogelschutzzeit vorbei, wodurch man auch ins „alte“ Holz schneiden dürfe, nicht nur das, was über das Jahr gewachsen ist. Becker hebt jedoch hervor, dass Kronenschnitte grundsätzlich genehmigt werden müssen, so will es die städtische Baumschutzsatzung.

Sven Becker beobachtet zudem, dass immer mehr Pflanzen in Kübeln und Beeten auftauchen, die für das Bergische Klima nicht geeignet sind. Pflanzen aus dem warmen Süden wie Oleander und Zitrusfrüchte vertragen keinen Frost. „Entweder können sie in Kübeln in den Wintergarten oder Keller. Oder sie müssen im Beet in Vlies oder Luftpolsterfolie verpackt werden“, empfiehlt der Garten- und Landschaftsbauer.

Doch nicht nur raus aus dem Garten, auch rein in den Garten geht es jetzt. „Jetzt kann man so gut wie alles pflanzen“, weiß Becker. Ob Tulpenzwiebeln, Sträucher, Stauden oder Bäume, der Herbst sei einfach von Vorteil. Denn hier könne alles in Ruhe wurzeln und werde durch den Regen gewässert. Das Frühjahr sei zunehmend trocken und da müsse man schon eher nachhelfen mit Gießkanne oder Schlauch. Beim Wässern sei es grundsätzlich wichtig, dass die Oberfläche schön gelockert und auch nicht zu trocken sei. Die Pflanzen könnten das Wasser so aufnehmen.

Die Auswahl der Blumen und Sträucher hängt vom Platz, dem Untergrund, aber auch den Eigenschaften der Pflanze ab. Von manchen habe man auch das ganze Jahr etwas. „Birnensträucher haben eine schöne Blüte im Frühjahr, Früchte im Sommer und eine schöne Herbstfärbung“, gibt Becker ein Beispiel.

Aus Laub und Ästen können Winterschlafplätze entstehen

Zusammengekehrtes Laub, Reisig und Äste kann man übrigens nicht nur kompostieren oder bei den Grünschnittannahmestellen der Technischen Betriebe abgeben. Schön aufgehäuft bieten sie einen Winterschlafplatz für Igel. Und ausgestreut können Reisig, Mulch und Hackschnitzel Beete und Insekten vor der Kälte schützen.

Was man aber auf jeden Fall machen sollte, damit der Garten wirklich winterfest ist: Gartengeräte warten und wegräumen. Quellsteine, Wasserspiele oder auch Fertigteiche sollten ebenfalls abgebaut werden. Oder das Wasser aus den Leitungen geholt werden. „Meist sind die Pumpen darin nicht frostgeeignet“, sagt Becker. Und nach dem Frost seien die Schläuche und Geräte dann oft unbrauchbar.

Baumschutz

Neben der Vogelschutzzeit umfasst die Baumschutzsatzung von Remscheid auch Baumarten, die nicht ohne Genehmigung gefällt werden dürfen, selbst wenn sie auf privatem Grund stehen. Alle Informationen unter www.remscheid.de.

Lesen Sie auch: Gegen Gewerbefläche in Remscheid regt sich Protest

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