So klappt der Besuch im Werkzeugmuseum in Corona-Zeiten

Elci Deniz (l.) gibt am Empfang die kostenlosen Ohrstöpsel aus. Zudem müssen Besucher ihre Daten auf einem Blatt eintragen. Am Info-Termin in der oberen Etage (r.) gibt es viele Infos – und sogar ein Extra-Menü für Kinder. Balduin Keks erklärt den Handelsweg als Pirat verkleidet– genial! Fotos: Melissa Wienzek/Annabelle Hoppe
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Elci Deniz (l.) gibt am Empfang die kostenlosen Ohrstöpsel aus. Zudem müssen Besucher ihre Daten auf einem Blatt eintragen. Am Info-Termin in der oberen Etage (r.) gibt es viele Infos – und sogar ein Extra-Menü für Kinder. Balduin Keks erklärt den Handelsweg als Pirat verkleidet– genial!

Es muss vorab ein Termin gebucht werden – Der Eintritt ist derzeit auf 2,50 Euro für Erwachsene reduziert – Die Mitmachstationen sind geöffnet

Von Melissa Wienzek

HASTEN Die Menschen sind hungrig nach Kultur – das merken sowohl das Deutsche Röntgen-Museum in Lennep als auch das Deutsche Werkzeugmuseum in Hasten. Beide haben wieder geöffnet. „Es gibt natürlich solche und solche Tage, aber es kommen auffällig mehr Besucher, als wir erwartet hätten. Und es sind nicht weniger als im normalen Museumsalltag“, sagt Annabelle Hoppe vom Werkzeugmuseum. Wir erklären, was beachtet werden muss.

Schritt 1: Termin buchen

Wer ins Deutsche Werkzeugmuseum möchte, muss vorab einen Termin ausmachen – telefonisch oder per E-Mail (siehe Kasten). Die Termine werden gestaffelt mit Anfangszeit vergeben. Maximal 30 Personen dürfen sich gleichzeitig im Museum aufhalten, als Gruppe dürfen es fünf Besucher aus maximal zwei Haushalten sein. „Falls alle pünktlich kommen, müssen die Besucher maximal zehn Minuten warten – aber dafür haben wir einen Windfang“, sagt Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht.

Schritt 2: Anmelden

Erst einmal Hände desinfizieren. FFP2- oder OP-Maske sind Pflicht. Am Empfang geben Elci Deniz und ihre Kollegen eine Kontaktkarte aus, die vom Besucher ausgefüllt werden muss. Die Daten werden vier Wochen aufbewahrt. Den Kugelschreiber zum Ausfüllen dürfen die Gäste übrigens behalten. Nach dem Bezahlen des Eintritts, der zurzeit für Erwachsene auf 2,50 Euro reduziert ist, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 sind frei, gibt es kostenlose Ohr-stöpsel für die Info-Terminals. Auch die darf der Gast behalten. Es gäbe auch die Möglichkeit eines Audioguides. Denn Führungen dürfen derzeit nicht angeboten werden.

Schritt 3: Erkunden

Nun kann es losgehen. Elci Deniz empfiehlt, die Ausstellung in der oberen Etage zu starten und das Museum chronologisch zu erkunden. Am Info-Terminal oben können Videos abgespielt werden – hier kommen die Ohrstöpsel rein. Es gibt sogar ein Extra-Menü für Kinder. Balduin Keks erklärt als Pirat verkleidet den Handelsweg – das ist so witzig, dass man auch als Erwachsener lachen muss. Und noch was lernt. Warum Remscheid zum Beispiel „Seestadt auf dem Berge“ heißt oder was Exportkaufmann Josua Hasenclever bitteschön mit Johann Wolfgang von Goethe zu tun hatte. „Für Kinder haben wir an den Stationen nun neue, kleine Holzhocker“, erklärt Hoppe. Die Mitmachstationen sind geöffnet und werden regelmäßig desinfiziert. So können die Besucher die Inhalte von Vitrinen-Schubladen entdecken, einen rückschlagfreien Hammer testen oder ausprobieren, ob sie zum Dreher taugen. Auf Knopfdruck startet zudem geräuschvoll ein Film in der Mannesmann-Ecke – so wurden 1936 bei Mannesmann Rohre hergestellt. Beeindruckend. Zangen-ABC, Werkzeugstähle vom Tiegel- zum Elektrostahl, Werkzeuge der Steinzeit, CNC-Bearbeitung, und was hat Remscheid bitte mit Schmalkalden zu tun? All das und vieles mehr erfahren die Gäste. Herzstück ist natürlich die XXL-Dampfmaschine. Auch Bergische werden hier neue Seiten an ihrer Region entdecken. Wetten?

Schritt 4: QR-Codes nutzen

Wann die erste Dampfmaschine in Remscheid an den Start ging oder wie dekorativ das Werkzeug Anno Dazumal schon war, erfahren die Besucher, wenn sie die an den Stationen ausgewiesenen QR-Codes mit ihrem Smartphone scannen. Die angenehme Stimme von Museumspädagoge Markus Heip erklingt dann in einem kurzen Youtube-Video. Super Service, gerade in Corona-Zeiten.

Schritt 5: Souvenir kaufen

Am Ende der Ausstellung – unbedingt die Sonderausstellung „(K)Ein Kinderspiel“ mitnehmen und sich auf dem Riesen-Puzzle verewigen – können Besucher noch ein Andenken mitnehmen. Der Souvenirshop ist geöffnet. So übrigens auch die WCs.

Gut zu wissen

Adresse: Deutsches Werkzeugmuseum, Cleffstraße 2-6, Remscheid

Öffnungszeiten: Di bis So, 10 bis 17 Uhr

Parkplätze: An der Alten Straße, gegenüber dem Museum. Zudem gibt es zwei Behindertenparkplätze direkt am Museum

Bus: 615, 653, 657, Haltestelle Hasten Museum

Barrierefreiheit: Das Museum ist für Rollstühle geeignet

Kontakt: Tel. (0 21 91) 16 25 19;

Werkzeugmuseum-hiz @remscheid.de

www.werkzeugmuseum.org

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