Landtagswahl NRW

So funktioniert die Briefwahl in Remscheid

In den kommenden Wochen werden Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Remscheid Tausende Wahlbriefe und deren Beantragung bearbeiten müssen. Archivfoto: Christian Beier
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In den kommenden Wochen werden Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Remscheid Tausende Wahlbriefe und deren Beantragung bearbeiten müssen. Archivfoto: Christian Beier
  • VonKatharina Birkenbeul
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Schon 10.000 Remscheider haben die Briefwahl für die Landtagswahl in NRW beantragt. Die Kandidaten können bereits seit dem 20. April gewählt werden. Wir geben einen Überblick zur Briefwahl in Remscheid.

Remscheid. Bei der Landtagswahl am 15. Mai sind rund 76 000 Remscheider wahlberechtigt. Alle Wahlbenachrichtigungen sollten bereits ausgeliefert worden sein. Wer am Tag der Wahl verhindert ist, kann ab sofort die Briefwahlunterlagen beantragen. Fast 10.000 solcher Anträge liegen nach Angaben von Cordula Post vom Wahlamt bereits vor. Seit dem 20. April kann auch die sogenannte Direktwahl ausgeübt werden. Wir geben einen Überblick.

Die Landtagswahl findet am 15. Mai 2022 statt.

Das sind die Kandidaten für Remscheid

Das sind die Fristen

Briefwahlunterlagen können bis zum Mittwoch, 11. Mai, mittags mündlich (jedoch nicht telefonisch) oder elektronisch beantragt werden. Nach diesem Datum können nur noch Anträge, die per Post (Stadt Remscheid, Wahlamt, Elberfelder Straße 36, 42853 Remscheid) gestellt werden, bearbeitet werden.

Landtagswahl 2022 in Remscheid: Kandidaten, Ergebnisse, Wahlkreis

In Ausnahmefällen, etwa bei nachweislich plötzlicher schwerer Erkrankung kann der Antrag auch noch bis 15 Uhr am Wahltag, 15. Mai, gestellt werden. „Am bequemsten geht die Beantragung über den QR-Code. Dabei sind die persönlichen Daten bis auf das Geburtsdatum bereits vorgetragen und mit drei Angaben/Mausklicks hat man die Briefwahlunterlagen beantragt“, sagt Cordula Post. Die Briefwahlunterlagen müssen am Wahltag bis spätestens 18 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein.

Alles zur Landtagswahl 2022

So beantragt man die Briefwahlunterlagen

Die Briefwahlunterlagen können formlos beantragt werden. Wichtig sind bei den Angaben der vollständige Name, das Geburtsdatum und die Adresse. Wer die Briefwahlunterlagen beispielsweise am Urlaubsort empfangen möchte, sollte auch diese Adresse angeben. Bei der Beantragung gilt das Prinzip des Einzelantrags. Bedeutet: Die Daten von mehreren Personen können zwar auf einem Zettel eingereicht werden, die Unterschrift muss aber von jedem Einzelnen erfolgen.

Das ist gilt es zu beachten

Auf die richtige Handhabung der Briefwahlunterlagen sollte laut Cordula Post besonders geachtet werden. Post: „Bei den Briefwahlunterlagen ist ein Merkblatt dabei, das den Wählern genau erklärt, in welchen Umschlag der Stimmzettel gehört, wo der Wahlschein unterschrieben werden muss und wie alles verpackt wird. Hier ist es wichtig, den Hinweisen zu folgen, um zu vermeiden, dass die Stimmabgabe durch ein falsches Zusammensortieren der Unterlagen oder eine fehlende Unterschrift ungültig wird.“ Die Fehlerquote liege allerdings im Regelfall bei unter einem Prozent.

Die Briefwahlunterlagen beinhalten einen Wahlschein (weiß), einen roten Wahlbriefumschlag, einen Stimmzettel mit Erst- und Zweitstimme sowie einen blauen Stimmzettelumschlag und eine Anleitung. Der Wahlschein muss unterschrieben werden, damit die Stimme bei der Auszählung zählt. Der Stimmzettel kommt anschließend in den blauen Umschlag, der zugeklebt wird und gemeinsam mit dem unterschriebenen Wahlschein in den roten Rücksendeumschlag gesteckt wird.

Direktwahl

Das Direktwahlbüro im Wahlamt ist ab sofort bis Freitag vor der Wahl geöffnet. An diesem Tag auch mit einer Sonderöffnungszeit bis 18 Uhr. Öffnungszeiten: montags und mittwochs 7.30 bis 13 Uhr, dienstags 7.30 bis 17.30 Uhr, donnerstags 7.30 bis 16 Uhr und freitags 7.30 bis 12 Uhr. Bei der Direktwahl wird der Wahlschein vor Ort in den bereits stehenden Wahlkabinen ausgefüllt und in eine Wahlurne geworfen.

Briefwahlrekord

Bei der Bundestagswahl 2021 wurde in Remscheid ein Briefwahlrekord aufgestellt. 26.500 Briefwahlunterlagen wurden angefordert. Zur Landtagswahl rechnet Post mit 20.000 bis 22.000 Anträgen. Ein Grund könnte sein, dass die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen regelmäßig geringer sei.

Benachrichtigung

Alle Bürger in Remscheid sollten bereits ihre Wahlbenachrichtigungen bekommen haben, sagt Claudia Post vom Wahlamt. Wer bisher noch keine erhalten hat, kann beim Wahlamt unter Tel. (0 21 91) 16 27 89 anrufen und bekommt eine Ersatzbenachrichtigung. Eine Wahlbenachrichtigung sei für die Beantragung von Briefwahl aber nicht von Nöten, so Post. Anträge können auch online gestellt werden.
www.remscheid.de

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