Religion

Sie zieht es für ein Jahr nach Istanbul

Dr. Stefanie Bluth ist jetzt ein Jahr lang an der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Istanbul tätig.
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Dr. Stefanie Bluth ist jetzt ein Jahr lang an der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Istanbul tätig.

Theologin Dr. Stefanie Bluth (SPD) wird bei der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei arbeiten.

Von Jutta Schreiber-Lenz und Leon Hohmann

Remscheid. Dr. Stefanie Bluth zieht es nach Istanbul. Die Remscheider SPD-Ratsfrau und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses hat kürzlich in der Türkei eine Stelle als Theologin angetreten. Ein Jahr lang wird sie nun an der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Istanbul tätig sein. Danach will sie zurück ins Bergische kommen.

Dass sie sich just die Türkei für ihr Jahr als Pfarrerin zur Anstellung ausgesucht hat, liegt darin begründet, dass sie „einmal in ein Land wollte, in dem das Christentum eine Minderheit bildet“, sagt die 44-Jährige, die jetzt in Solingen-Dorp ordiniert worden ist – und dafür extra noch mal in ihre alte Heimat einflog. Bluth verspricht sich von dieser neuen Perspektive Erfahrungswerte, die sie in ihrem Wirken danach gut gebrauchen kann. „Die Gemeindemitglieder hier sind vielfach deutsche Frauen, die mit Türken verheiratet sind oder Mitglieder der Auslandshandelskammer. Witzigerweise kommt der Geschäftsführer aus Remscheid.“

Ihre Aufgaben seien vielfältig, erzählt sie: „Das reicht von Predigten und Gottesdienstvorbereitungen über Religionsunterricht an der zugehörigen evangelischen Schule und Besuche im Kindergarten bis zu seelsorgerischen Aufgaben“. Auch werde dort das Stichwort Ökumene großgeschrieben, es gebe rege Kontakte zur griechisch orthodoxen Gemeinde. Noch allerdings taste sie sich an das komplexe Aufgabenfeld heran, das sie noch nicht vollständig überblickt. Bevor sie zum 1. Oktober 2023 wieder in den Solinger Kirchenkreis zurückkehrt, war es ihr wichtig, „noch einmal den Blick über den Tellerrand zu tun“, wie sie sagt. Persönlich habe sie sich schon gut eingerichtet. „Ich werde gut vom Generalkonsulat betreut“.

44-Jährige sammelte schon mehrfach Auslandserfahrung

Schon mehrfach in ihrem Leben hat Stefanie Bluth Auslandserfahrungen gesammelt: Ein Praktikum zu Studienzeiten in Straßburg, Promotion im englischen Leeds und eine erste berufliche Station im damaligen Traumjob bei den Vereinten Nationen in Genf gehören dazu, bevor die Remscheiderin zurück ins Bergische kehrte, um an der Wuppertaler Uni ihr Theologiestudium aufzunehmen. Im Frühling 2020 begann die promovierte Sozialwissenschaftlerin ihr Vikariat in Dorp. „Eine wunderbare, dichte und erfüllende Zeit“, sagt sie darüber.

Nun kommt also eine ganz neue Zeit auf die Theologin zu – zumal sie auch noch Verpflichtungen in Remscheid hat. Bei der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschuss war sie laut Aussage von Sozialdezernent Thomas Neuhaus unabkömmlich. Für die kommenden Tagungen ist geplant, dass sie aus Istanbul einfliegt.

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