Politik

FDP setzt auf Zusammenwachsen der drei bergischen Metropolen

Fest der FDP: (v.l.) Dr. Joachim Stamp mit Karin van der Most, Marcel Hafke (MdL), Manfred Todtenhausen, René Schunck. Foto: Daniela Tobias
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Fest der FDP: (v.l.) Dr. Joachim Stamp mit Karin van der Most, Marcel Hafke (MdL), Manfred Todtenhausen, René Schunck.

Kreisverbände schwören sich mit Minister Stamp auf Bundestagswahl ein.

Von Manuel Böhnke

Nicht wenige Politikbeobachter waren sich 2013 sicher, die FDP sei ein Fall für das Museum. Zum ersten Mal nach Gründung der Bundesrepublik verpassten die Liberalen den Einzug in den Bundestag. Vier Jahre später traf sich die FDP tatsächlich im Museum: Die Kreisverbände Solingen, Wuppertal und Remscheid veranstalteten Samstag bei den Bergischen Museumsbahnen in der Kohlfurth ein gemeinsames Sommerfest.

Von dem Katzenjammer 2013 war wenig zu spüren, als der stellvertretende Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens Dr. Joachim Stamp die Parteimitglieder in einer zwanzigminütigen Rede auf die Bundestagswahl am 24. September einschwor. Die Liberalen geben sich wieder selbstbewusst. „Gemeinsam können wir für das wunderbare Bergische Land mobilisieren“, sagte Stamp, der neben seiner Position als stellvertretender Ministerpräsident das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration leitet.

Ein Zeichen für die gemeinsame Arbeit setzten die Kreisverbände durch das Zusammenlegen ihres Sommerfestes. „Solingen, Wuppertal und Remscheid wachsen immer mehr zusammen“, freute sich Karin van der Most (FDP). Die 53-Jährige kandidiert im Wahlkreis 103 (Wuppertal, Remscheid, Solingen) für den Bundestag.

Karin van der Most hofft auf ein knapp zweistelliges Ergebnis

Als Mitglied des Wuppertaler Stadtrats, Fraktionsgeschäftsführerin der FDP Solingen und Fraktionsvorsitzende im Bergischen Rat ist sie selbst städteübergreifend aktiv. Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin ist der Meinung, die Kooperation im Bergischen Land müsse intensiviert werden – das sei die Zukunft für die Region. Gemeinsam haben die drei Kreisverbände über 500 Mitglieder.

Rund 100 hörten van der Most und dem Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 102 (Wuppertal) Manfred Todtenhausen zwischen alten Straßenbahnen zu, wie sie unter anderem schlecht ausgestattete Schulen und nicht ausreichendes Glasfasernetz anprangerten sowie eine flexible Altersrente ab 60 forderten.

Für Karin van der Most startet die heiße Phase des Wahlkampfes. „Wenn wir zwischen neun oder zehn Prozent erreichen würden, wäre das schön.“

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