Gericht

Serientäter nimmt Gefängnisstrafe an

Das Landgericht in Wuppertal.
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Es wurde am Landgericht in Wuppertal verhandelt.

Remscheider wegen Betrugs verurteilt.

Von Dirk Lotze

Remscheid. In einem Prozess um Betrug mit Baufirmen hat ein 43 Jahre alter Unternehmer aus Remscheid seine Strafe über zwei Jahre und vier Monate Gefängnis angenommen. Der Mann ist laut Urteil seit 2020 zahlungsunfähig und hat trotzdem unter verschiedenen Firmennamen weiter gearbeitet. Er sitzt bereits wegen einer anderen Verurteilung in Strafhaft.

Die gestrige Verhandlung vor dem Landgericht Wuppertal war Teil einer Kette von Verfahren, die bundesweit gegen den Mann laufen. Dabei geht es teils um Verdacht des Scheckkartenbetrugs beim Einkauf von Kleidung und Schmuck. Der Schaden allein der neun diesmal verhandelten Fälle erreicht einen fünfstelligen Eurobetrag.

Laut nun rechtskräftigem Urteil bot der Mann Baggerarbeiten sowie die Errichtung von Bauwerken wie Gartenhäusern und weitere Bauleistungen über Internet-Plattformen an. Teils passierte nach Anzahlung nichts mehr, teils blieben Aufträge mangelhaft erledigt liegen. Die Kunden wurden vertröstet. In einem Fall bestellte der Unternehmer Möbel an seine Firmenadresse, ohne zu zahlen.

Ende März 2020 beantragte er in finanzieller Schieflage mit unrichtigen Angaben sogar noch Corona-Soforthilfe. Je nach den Umständen trat er unter verschiedenen Namen auf, zumal sich auf den Angebotsplattformen negative Bewertungen durch die Kunden häuften. 2021 erließ das Amtsgericht Haftbefehl.

Das ist der Hintergrund der Tat

Hintergrund für die Taten soll laut Angeklagtem Kokainsucht sein. Er habe Geld für Drogen gebraucht: „Ich habe 2010 damit angefangen.“ Seit dem Folgejahr habe er wöchentlich konsumiert. Seinen Angaben zufolge strebt er an, sich als Suchtkranker in Therapie zu begeben und dadurch einen Teil der weiteren Haft zu vermeiden. Im Landgericht nahm der Vorsitzende Richter die Aussage zu Protokoll, stellte aber klar: „Darüber haben wir nicht zu entscheiden. Dafür sind später die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht zuständig.“

Mit der Rechtskraft des Urteils steht die Vollstreckung der Freiheitsstrafe an, sobald der Verurteilte die derzeitige Strafe abgesessen hat. Bewährung ist wegen der Höhe der Strafe ausgeschlossen.

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