Sicherheitstraining

Senioren üben das Fahren mit Pedelecs

Auf einem Parcours konnten die Teilnehmer gleich überprüfen, ob das theoretische Wissen auch in der Praxis klappt. Foto: Roland Keusch
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Auf einem Parcours konnten die Teilnehmer gleich überprüfen, ob das theoretische Wissen auch in der Praxis klappt. Foto: Roland Keusch

Diakonie, Verkehrswacht und Seniorenbeirat hatten zum Sicherheitstraining eingeladen.

Von Doris Stürmer

Hasten. Ein ganz besonderes Sicherheitstraining hatte die Diakonie Remscheid gemeinsam mit der Verkehrswacht und dem Seniorenbeirat der Start angeboten. Mit im Boot war die Unfallprävention der Polizei. Das erste Sicherheitstraining „55plus“ richtete sich speziell an Pedelecfahrer.

Auf dem Hof der Freiwilligen Feuerwehr Hasten hatten die zwölf Kursteilnehmer ein gutes Übungsgelände. Otto Mähler, Vorsitzender der Verkehrswacht, zeigte sich erfreut: „Ich hatte gar nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet. Erfahrungsgemäß ist diese Altersgruppe nur schwer anzusprechen.“

Bernd Schäfer, Geschäftsführer der Verkehrswacht, bot zuerst einen technischen Check der Pedelecs an. Hans-Ulrich Sander, für die Diakonie Remscheid vor Ort, war dabei in seinem Element, war er doch als Kfz-Sachverständiger viele Jahre lang für den TÜV tätig gewesen. Überprüft wurden besonders die Bremsen, die Reifen, Reflektoren und das Licht. Zu beanstanden gab es nur wenig.

Die Experten warfen auch einen Blick auf die Fahrradhelme und überprüften den richtigen Sitz. Dann ging es los mit praktischer Übungen. Dabei stellte sich heraus, dass selbst das Geradeausfahren auf einer schmalen Spur seine Tücken hat. Kreise fahren, eine Acht, ausweichen, bremsen. Für alle Manöver gab es praxisnahe Tipps der Experten.

Pedelecs, stellte der Pressesprecher für die Unfallprävention bei der Polizei mit Sitz in Wuppertal fest, würden immer beliebter. Besonders die ältere Generation begeistere sich für die Fahrräder mit Elektroantrieb. Das Wuppertaler Präsidium, zuständig für das bergische Städtedreieck, hat die Unfälle mit Fahrrad- und Pedelecfahrern statistisch erfasst. Von 2017 zu 2018 gab es eine Steigerung der Unfälle mit Pedelecs um fast 60 Prozent. Remscheid allerdings macht da eine rühmliche Ausnahme. Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle blieb hier mit fünf konstant. Bei den Fahrrädern ohne Antriebshilfe ging sie sogar um fünf Prozent zurück, während sie im ganzen Gebiet auch um 60 Prozent anstieg.

Auftakt für weitere Sicherheitstrainings

Etwa dreieinhalb Stunden dauerte das Sicherheitstraining. Ziel aller Teilnehmer war es, sich mit ihrem Pedelec noch besser vertraut zu machen und das Rad sicher zu beherrschen. Einige von ihnen waren vor mehr als 30 Jahren zuletzt Rad gefahren und hatte sich erst kürzlich ein Pedelec zugelegt. Andere waren vom Fahrrad umgestiegen, weil ihnen die Berge zu anstrengend wurden. Mitglieder der Fahrradgruppe im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV), die sich regelmäßig am Bahnhof Lennep zu Touren treffen, berichteten, dass fast 90 Prozent der Mitglieder inzwischen aufs Pedelec umgestiegen seien.

Ein Teilnehmer aus Ronsdorf will im Alltag das Auto öfter stehenlassen und per Rad die Besorgungen erledigen. „Ich wohne ganz oben auf dem Berg – da bot sich das Pedelec an.“ Das gestrige Sicherheitstraining in Hasten war das erste hier. Weitere, so ist der Plan der Veranstalter, werden bald folgen.

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