Selbsthilfe: Hauspflegeverein richtet Kontaktbüros ein

Christine Ullerich (v. l.), Pia Rüttgers und Lisa Kosler vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, das auch Remscheid betreut. Foto: Tim Oelbermann
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Christine Ullerich (v. l.), Pia Rüttgers und Lisa Kosler vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, das auch Remscheid betreut.

Einrichtungen im Städtedreieck werden von Solingen aus koordiniert

Von Jutta Schreiber-Lenz

Seit Juli ist der Hauspflegeverein mit Sitz an der Friedrichstraße nicht nur Träger des Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe (KoPS) für Solingen, sondern auch für Remscheid und Wuppertal. Damit schließt sich die bis dato noch bestehende Lücke der Anlaufstellen für pflegende Angehörige im Bergischen Land.

In Selbsthilfegruppen können moderierte Gespräche geführt werden, es gibt Sport, Bewegungs- und andere Freizeitangebote, um Gesellschaft zu genießen und sich mit Menschen in vergleichbarer Lebenssituation austauschen zu können. „Wir sind dazu da, neue Gruppen zu gründen und zu finanzieren“, sagt Christine Ullerich, ein Teil des KoPS- Trios vor Ort. „Aber auch bestehende Gruppen können sich bei uns melden, um mit finanziellen Mitteln ausgestattet zu werden, egal, ob privat, bei einer Institution oder einem Verein angesiedelt.“

Vernetzung sei ein weiteres Stichwort im Portfolio des Kontaktbüros, sagt ihre Kollegin Lisa Kosler. Sich zu kennen und gegenseitig zu ergänzen, sei ein großer Vorteil, um Angehörige optimal unterstützen zu können. Ein Teil dieses Netzwerks sei der zuständige Stadtdienst der Verwaltung Solingen.

2017 hat das Land NRW gemeinsam mit den Landesverbänden der Pflegekassen eine zusätzliche Struktur neben der etablierten Selbsthilfe aufgebaut. Dabei haben die Verantwortlichen die immer größer werdende Zahl an Menschen, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern müssen und ihre Dauerbelastung im Blick.

„Wer sich von der dauerhaften Anspannung und der permanenten Sorge um einen bedürftig gewordenen Angehörigen belastet oder gar überlastet fühlt, sollte unbedingt schauen, dass er selbst nicht ausbrennt“, erläutert Pia Rüttgers vom Hauspflegeverein und ebenfalls Teammitglied im Projekt KoPS die Wichtigkeit der Kontaktstellen. „Man muss sich klar machen, dass man der Pflege- oder Kümmeraufgabe nur gerecht wird, wenn man selbst körperlich und mental fit bleibt.“

In NRW entstanden in den letzten Jahren rund 30 Kontaktbüros für Pflegeselbsthilfe. Erst im Juni wurde in Solingen die erste Anlaufstelle im bergischen Städtedreieck geschaffen. Nun werden von dort aus auch Wuppertal und Remscheid koordiniert.

Erreichbar ist der Hauspflegeverein als Träger des Kontaktbüros über Pia Rüttgers Tel. (02 12) 2 33 65 54.

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