Kick-Off-Veranstaltung

Schüler versuchen sich als Unternehmer

Schülerinnen und Schüler präsentierten mit ihren Teams Ideen für eine fiktive Firmengründung. Wer es beim Gründerpreis eine Runde weiter schafft, steht nach neun Spielrunden fest. 

Teilnehmer stellten ihre Ideen für den Deutschen Gründerpreis vor. Remscheids Sieger werden am 7. Juni gekürt.

Von Stefanie Knupp

Mit der Kick-off-Veranstaltung in den Räumen der Remscheider Stadtsparkasse ist der Deutsche Gründerpreis für Schüler gestern auch für die Remscheider Teams in die nächste Phase gegangen. An dem Existenzgründer-Planspiel nehmen in diesem Jahr fünf Schülergruppen aus Remscheid teil. Drei Teams des Röntgen-Gymnasiums und zwei des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung stellen sich der Herausforderung. Ihre Aufgabe ist es, eine fiktive Erfindung zum Erfolg zu führen. Dazu zählen ein Geschäfts- und Finanzierungsplan ebenso wie eine Marketingstrategie für das Produkt, das durchaus realisierbar sein sollte.

Zur Seite steht den jungen Firmenchefs ein Lehrercoach aus ihrer Schule, ein Pate aus realen Firmen und die Stadtsparkasse mit verschiedenen Ansprechpartnern. Sie helfen den Nachwuchsunternehmern, die Aufgaben in den neun Wettbewerbsphasen zu bewältigen. Ihre Lösungen müssen die Teams online einreichen. Diese werden zentral ausgewertet, wobei die Jury die Punkte addiert. Der aktuelle Punktestand ist für die Teilnehmer jederzeit einsehbar.

ERFOLGE

VORJAHR Die Remscheider Gewinner aus 2017 gehörten zu den besten Drei im Rheinland. Bundesweit erreichten sie Platz 25 von über 800 Teams. 

BUNDESWEIT Seit 1999 haben 78 000 Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen. Der Gründerpreis ist das größte Existenzgründerplanspiel in Deutschland.

Auch 2018 haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten aus Remscheid einiges einfallen lassen. Die Gruppe „Akku Swap“ will eine Alternative zur Powerbank auf den fiktiven Markt bringen. Mit Kabel und App können Smartphone-Nutzer Akkukapazität übertragen. Eine Brücke zwischen Sport und Lifestyle will „Runnergy“ schlagen. Das Team war bereits letztes Jahr dabei und will seine Idee jetzt noch weiter entwickeln. Die fünf Schüler wollen über einen Schuh Laufenergie in elektrische Energie umwandeln. Ebenfalls eine Möglichkeit, das Handy aufzuladen. Um das Thema Digitales dreht sich auch die Idee von Team „Smartschool“. Es entwickelt eine cloudbasierte Rundum-Plattform für alle Schulen in Deutschland. Um das System kostenfrei nutzen zu können, streben die Jung-Unternehmer eine Förderung durch den Bund an.

Digitale Themen dominieren bei diesjährigen Ideen

Wer sein geliebtes Handy verliert oder verlegt, ist bei „TraceFinder“ an der richtigen Adresse. Die Gruppe stellt sich eine Handyhülle vor, die im Fall eines Verlustes lautstark und blinkend auf sich aufmerksam macht. Die einzige nicht-digitale Idee aus Remscheid kommt von Team „SweeTea“. Die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs möchten nichts weniger, als den Tee-Markt zu revolutionieren. Ein Teebeutel, in den der Zucker schon integriert ist, soll dem Endverbraucher so viel Aufwand wie möglich abnehmen und auch für unterwegs geeignet sein. Der Sprecher der Stadtsparkasse, Markus Kollodzey, ist sich sicher, dass auch bei den diesjährigen Teams Ideen dabei sind, die es auf die Bühne nach Düsseldorf oder sogar noch weiter schaffen können. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wird der Landessieger gekürt. Am 7. Juni steht zunächst fest, welches Remscheider Team die beste fiktive Firma gegründet hat. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird das Siegerteam mit einem Preisgeld von 500 Euro belohnt. Doch nicht nur das Geld ist ein schöner Anreiz für die Kandidaten. „Durch den Gründerpreis werden Schule und Wirtschaft auf eine praxisorientierte Art verknüpft. Dabei sammeln Schülerinnen und Schüler hilfreiche Erfahrungen für ihr zukünftiges Berufsleben“, erklärt Kollodzey.

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