Anerkennung

Schüler setzen sich für Entlassgabe ein

Diskussion im Rathaus zur Schulentlassgabe: (v.l.) Luca Vetter (GBG) und Yakub Arslan (AES und Jugendrat) zählten zur Runde. Foto: Roland Keusch
+
Diskussion im Rathaus zur Schulentlassgabe: (v.l.) Luca Vetter (GBG) und Yakub Arslan (AES und Jugendrat) zählten zur Runde.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
    schließen

OB Mast-Weisz diskutierte mit Sprechern der weiterführenden Schulen über Abschiedsgeschenk.

Von Andreas Weber

In großer Runde wurde am Dienstagnachmittag im Rathaus über eine Schulentlassgabe diskutiert. Soll die Stadt Remscheid den gut 1000 Schülern, die jedes Jahr an weiterführenden Schulen ihren Abschluss bestehen als Dankeschön eine gedruckte Version des Grundgesetzes überreichen? Oder soll es eine anderweitige Anerkennung mit Bezug zu Remscheid sein? Dem Aufruf von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) waren drei Parteivertreterinnen und zwölf Schülersprecher und Jugendratsmitglieder gefolgt.

Zu Beginn gab Yakub Arslan, Vorsitzender des Jugendrates, den Stand der Diskussion aus dem politischen Nachwuchsgremium aus 2018 wieder: Grundsätzlich sei die Übergabe eines Grundgesetzes sinnvoll. Ob es allerdings wertgeschätzt werde, daran hegte der Jugendrat Zweifel: „Besser wäre ein Geschenk, das einen Bezug zu Remscheid herstellt.“

Die Meinungen darüber drifteten gestern auseinander. Manche wie AvH-Schülersprecher Melih Yilmaz oder seine Stellvertreterin Nilay Akyazi, aber auch Hanna Bätz (Rögy) konnten sich mit einem Grundgesetz anfreunden, das mit dem Abschlusszeugnis von einem städtischen Repräsentanten überreicht wird. Daniel Pilz (Rögy) fand, dass das Grundgesetz „nicht emotional genug besetzt“ sei für diejenigen, die es erhalten. Er sah es wie Aliya Queiser (GBG), die ein etwas persönlicheres Präsent mit Remscheider Hintergrund bevorzugen würde.

Unter den Kommunalpolitikerinnen tendierte Brigitte Neff-Wetzel (Linke) zum Grundgesetz, „weil es das Rüstzeug für die Demokratie sei und es jeder zu Hause haben sollte“. Waltraud Bodenstedt (WiR) freute sich riesig, dass der politische Antrag von WiR und SPD seit dem Sommer 2018 solche Kreise gezogen habe und nun viele konstruktive Vorschläge kämen. Die Ideenliste, die Mast-Weisz anregte, füllte sich schnell. Es gab viele Vorschläge für ein Präsent: Da war vorneweg der Bergische Löwe als Symboltier der Stadt, die Rathaus-Silhouette, die Skyline von Remscheid, eine Bild-Collage oder ein Fotobuch über diese Stadt. In welcher Form das Ganze aufbereitet wird, dafür gab es erste Überlegungen: als kleine Skulptur, als Münze oder Schlüsselanhänger. Jeanne-Sophie Mortazawi (Sophie-Scholl) fand, dass das Geschenk nicht zu sehr auf die Schule eingehen solle, die man verlässt, da diese ja auch oft schon ihre Abgänger mit einer Kleinigkeit bedenken.

Luca Vetter denkt als Symbol an die geografischen Koordinaten

Wichtig war einigen Jugendlichen, dass das Präsent die Jahreszahl ihres Abschlusses beinhalten müsse. Luca Vetter (GBG) dachte als nicht direkt identifizierbares Symbol an die geografischen Koordinaten mit Längen- und Breitengrad der Stadt Remscheid. Erden Ankay-Nachtwein (SPD) lobte: „All diese Ideen kann man weiterentwickeln.“ Und OB Mast-Weisz resümierte: „Es soll also auf jeden Fall etwas sein, was eine hohe Identifikationskraft besitzt, das Jahr des Abschlusses beinhaltet und das nicht zu kitschig sein sollte.“

Am Dienstag, 21. Januar (16 Uhr), werden sich die Schülersprecher wieder im Rathaus einfinden, um sich eine abschließende Meinung zu bilden. Mit der Entscheidung, die dann getroffen wird, geht es in die politische Beratung. Geklärt werden muss, ob sich eine Schulentlassgabe auf Dauer finanzieren lässt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Das DOC ist nicht an den Richtern in Leipzig gescheitert
Das DOC ist nicht an den Richtern in Leipzig gescheitert
Das DOC ist nicht an den Richtern in Leipzig gescheitert
„Gefahrenpotenzial“: Hasten hat noch einen weiteren Schandfleck
„Gefahrenpotenzial“: Hasten hat noch einen weiteren Schandfleck
„Gefahrenpotenzial“: Hasten hat noch einen weiteren Schandfleck
Theodor-Heuss-Platz: Autofahrer übersieht Treppe
Theodor-Heuss-Platz: Autofahrer übersieht Treppe
Theodor-Heuss-Platz: Autofahrer übersieht Treppe
Corona: Fünfthöchste Inzidenz in Deutschland- Quarantänen für Kita-Gruppen und Klassen
Corona: Fünfthöchste Inzidenz in Deutschland- Quarantänen für Kita-Gruppen und Klassen
Corona: Fünfthöchste Inzidenz in Deutschland- Quarantänen für Kita-Gruppen und Klassen

Kommentare