Engagement

Schüler schuften für kranke Kinder und Tiere

Charlotte und Sinje (v. l.) wässerten in einem Garten die Pflanzen, zupften Unkraut und sammelten Blätter auf. Foto: Elisabeth Erbe
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Charlotte und Sinje (v. l.) wässerten in einem Garten die Pflanzen, zupften Unkraut und sammelten Blätter auf.

Die Albert-Schweitzer-Realschule organisierte einen sozialen Tag. Rund 4000 Euro kamen so zusammen.

Von Elisabeth Erbe

Über 200 Schüler tauschten am Donnerstag ihren Unterricht gegen einen Arbeitstag ein – und erwirtschafteten dabei rund 4000 Euro. Das Projekt „Jobben für einen guten Zweck“ der Albert-Schweitzer- Realschule war in diesem Jahr besonders erfolgreich. Viele Schüler und Betriebe nahmen daran teil. Apotheken, Einzelhändler, Arztpraxen, Gärtnereien, Eisdielen, eine Glaserei, die Augusta-Hardt-Horizonte gGmbH, eine Metzgerei, Bäckerei sowie der Dorfshop in Lüttringhausen ließen die Schüler für ein paar Stunden arbeiten – und gaben ihnen dafür ein kleines Honorar.

Die Organisatoren Kristina Moritz-Greif und Sebastian Mordmüller koordinierten die Aktion. „In diesem Jahr werden damit das Tierheim und das Kinderhospiz Burgholz unterstützt, und ein Teil wird in die Verschönerung des Schulhofs investiert“, sagte die Lehrerin.

Charlotte und Sinje fuhren am frühen Morgen nach Solingen zu einem Gartenbau-Betrieb und halfen, die Pflanzen der Kunden zu wässern. „Die Kunden waren im Urlaub, und wir haben die Rosen gegossen, das Unkraut gezupft und die Blätter aufgesammelt, damit alles schön ist, wenn die Kunden aus dem Urlaub zurückkommen“, sagte Charlotte (11). Und weil das Wetter so heiß war, gab es zwischendurch eine Wasserschlacht mit dem Gartenschlauch. „Das war lustig“, bilanzierte Sinje. Zusammen haben die Kinder 50 Euro verdient. „Wir tun damit was Gutes“, freuten sich die beiden.

Einige Kinder halfen in der OGS mit. „Weil man dort kein Geld verdienen kann, gaben die Eltern eine Spende. Genauso auch in den Kindergärten und der Stadtbücherei“, sagte Kristina Moritz-Greif. „Ich finde es schön, wie viele sich sozial engagieren und dass so viele Firmen mitgemacht haben.“

Im Haus Clarenbach gab es Unterstützung in der sozialen Betreuung. Timo aus der fünften Klasse hatte „diverse Tä-tigkeiten“ bei der Stadt Remscheid. Einige Schüler durften Babys sitten, Autos waschen oder im Garten helfen.

Die Realschule wünscht sich ein Schachspiel für den Schulhof

Ganz uneigennützig war die Aktion nicht, denn ein Teil kommt den Schülern zugute. 2018 behielt die Realschule 500 Euro ein – und kaufte davon Fußballtore. „Dieses Jahr hätten wir gerne ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel und ein Schachspiel für den Schulhof“, sagte die Organisatorin. Wie viel Euro tatsächlich durch das soziale Ehrenamt eingenommen wurde, wird in den nächsten Tagen feststehen. „Ich bin total stolz auf die Schüler“, freute sich Moritz-Greif.

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