Naturschutz

Schüler leisten ihren Beitrag zu Waldtagen

Daniel Schmidt, Reinhard Ulbrich, Daniela Hannemann und Markus Wolff (v.l.) sprachen via Bildschirm mit der Ministerin. Foto: Michael Schütz
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Daniel Schmidt, Reinhard Ulbrich, Daniela Hannemann und Markus Wolff (v.l.) sprachen via Bildschirm mit der Ministerin.

Bei der zentralen Veranstaltung in Berlin gab es eine Liveschalte nach Remscheid.

Von Stefanie Knupp

Während in Berlin die Zentralveranstaltung zu den Deutschen Waldtagen 2018 stattfand, wurde in Remscheid gestern fleißig geploggt. Sprich: Es wurde Sport gemacht und währenddessen der Wald von Müll befreit. Rund um die Eschbachtalsperre waren 70 Schüler mit Müllbeuteln unterwegs.

Um 10 Uhr sollte es dann eine Liveschalte in die Hauptstadt zu Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, geben. „Der Wald ist eine wichtige Sportkulisse. Sei es für Jogger, Radfahrer, Walker oder viele mehr“, sagte Markus Wolff, Leiter des Stadtforstamtes. Das miteinander von Sport und Wald wird gerade durch den Trendsport „Plogging“ deutlich.

Schüler machten Müllsammeln zum Wettbewerb

HINTERGRUND

PLOGGING Der Begriff setzt sich zusammen aus dem schwedischen Verb „plocka“ (aufsammeln) und Jogging. Der Trendsport verbindet Übungen mit dem Sammeln von Müll im Wald.

DEUTSCHE WALDTAGE Die Aktionstage stehen 2018 unter dem Motto „Wald bewegt“. Auf der Plattform Instagram gibt es zahlreiche Beitrage unter dem Hashtag #waldbewegt.

Die Klassen 8b der Sophie-Scholl-Gesamtschule und 9a des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums versuchten sich am Freitag erstmals im sportlichen Müllsammeln. Begleitet wurden sie neben ihren Lehrern von Langstreckenläufer Daniel Schmidt und Sportbund-Geschäftsführerin Daniela Hannemann. „Markus Wolff ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir gemeinsam etwas für die Waldtage organisieren wollen“, sagte Hannemann. „Wir wollten aber nichts allzu Klassisches machen und haben uns für Plogging entschieden.“ Für die Schüler wurde die sportliche Aktion gar zum Wettkampf – im besten Sinne, denn jeder wollte natürlich den vollsten Müllbeutel ins Ziel bringen. In nur einer Stunde sammelten die Schüler tatsächlich jede Menge Abfall. „Jeder sollte einfach mit offenen Augen durch den Wald gehen. Sich nicht nur darüber ärgern, dass etwas rumliegt, sondern es dann auch aufheben“, betonte Hannemann. Markus Wolff, Reinhard Ulbrich, Vorsitzender des Sportbundes Remscheid, Daniel Schmidt und Daniela Hannemann bezogen um kurz vor 10 Uhr vor einem Tablet-PC Stellung.

Nahe der Staumauer, in einem kleinen Waldstück, warteten die Organisatoren des Aktionstages mit den Schülern im Rücken auf die Schalte nach Berlin. Von dort aus begrüßte sie schließlich Moderator Jörg Thadeusz. „Letztens haben wir zu Alexander Geerst ins All geschaltet, das sah so ähnlich aus“, scherzte Thadeusz. Daniel Schmidt erklärte den Zuhörern in Berlin das Plogging-Prinzip: „Die jungen Leute sind wirklich sehr kreativ im Erfinden neuer Sportübungen“, konnte der Läufer freudig berichten. Die Landwirtschaftsministerin lobte: „Das ist ein sehr interessanter Gedanke, eine echte Win-win-Situation.“ Sollte Plogging olympisch werden, gebe es bestimmt Gold für Remscheid, ergänzte Moderator Thadeusz. Mit großem Applaus verabschiedete sich Berlin aus Remscheid.

Lesen Sie auch: Trendsport Plogging sorgt für Sauberkeit in den Wäldern

In seiner Funktion als Sprecher der 54 Stadt- und Kreissportbünde möchte Reinhard Ulbrich den Gedanken des Ploggings weiterverbreiten. Ulbrich kann sich vorstellen, dass durch solche Aktionen die Sinne noch mehr geschärft werden. „Ich bin gespannt, auf welches Interesse das bei den Jugendlichen stößt.“ Auch Markus Wolff ist motiviert: „Zuerst haben wir selbst mit den Vereinen gesprochen. Mit dem Sportbund sind wir jetzt noch eine Ebene höher gegangen.“ Im Gespräch zu sein und zu bleiben, das sei zunächst das Wichtigste.

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